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16.12.2017 - 12:10 Uhr
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Artikel über Die besten Filme
USA 1950:

Die amerikanische Filmindustrie liegt im sterben. Noch atmet sie, aber nur noch ganz flach. Die Leute sitzen lieber zuhause und glotzen ins Pantoffelkino. Immerhin verfügen sie über (vorerst) 10 Programme, zwischen denen sie Ihren Lieblingsfilm ansehen können, dessen Rechte wiederum von den Filmstudios gekauft wurden. Und so probiert man fast alle Möglichkeiten aus: Farbe, Stereo - Ton, Cinemascope (Breitwand), versucht es gar mit 3-D Experimenten. Doch die Erfolge lässt sich jährlich an den Fingern einer Hand ablesen: Filme mit Humphrey Bogart (Es geschah am helllichten Tag, African Queen), Marilyn Monroe, eine Handvoll Western, und die drei James Dean – Filme(der ja danach tödlich verunglückte) – und das war’ s!

So saßen sie nun zusammen, die großen Filmbosse. Jahrelang Konkurrenten, diskutierten sie nun Seite an Seite, wie man den Film wieder retten könnte, die Leute ins Kino bringt. Krisensitzung. Mit dabei natürlich die Top – Produzenten, die zur Finanzierung eines Filmes nun Mal wichtig waren. Dafür kassierten sie oft Beteiligungen bis zu 20 Prozent Gewinn…

Da saßen Selznik, Zanuk, Goldwyn und wie sie alle hießen. Plus der ehemalige Regisseur Cecil B. DeMille, der mit mehreren Eigenproduktionen zum Geldadel aufgestiegen war. Viel kam nicht dabei heraus, nur DeMilles Vorschlag. Es doch mit biblischem und historischen Stoff zu versuchen, was der Rest der runde müde ablächelte. Kein Wunder: DeMille hatte früher solche Schinken gedreht, in Schwarz / Weiß und damals schon in Überlänge.



Cecil träumte laut vor sich hin: Mit dem heutigen Stand der Technik müsste ein atemberaubendes Remake, zum Beispiel „Die zehn Gebote“ machbar sein. Die Geschichte Moses, der als Baby auf dem Nil ausgesetzt wurde und von der bis dahin kinderlosen Pharaonin als Kind angenommen und erzogen wird – bis er doch einen regulären Bruder bekommt.
Danach entdeckt er seine Liebe für das, als Sklaven gehaltene Volk der Juden und führt es nach langen Verhandlungen zurück ins gelobte Land. Natürlich nicht ohne von Jehova selbst die 10 Gebote erhalten zu haben.



Er verpflichtete einen Studio – Regisseur (die damals nahezu keinen künstlerischen Einfluss hatten mehr der Organisation dienten) und junge, unverbrauchte Schauspieler: Charlton Heston, Yul Brynner, Anne Baxter und eine handvoll Superstars, die jenseits der guten Zeiten waren: Edward G, Robinson, John Derek, Vincent Price – um nur einige zu nennen. Der Regisseur stellte sich bald als überfordert heraus, und bekam die berühmte Schaufel. Cecil B. DeMille übernahm selbst das Ruder. Dutzende von Drehbüchern wurden geschrieben und wieder verworfen, und als schließlich eine Version akzeptiert wurde, erschauderte selbst der Millionär: Der Film würde mindestens drei bis vier Millionen US Dollar verschlingen und fast vier Stunden dauern… Zumindest übernahm Paramount einen Teil der Kosten, was die Planungen beschleunigte. Gedreht wurde teilweise an Originalschauplätzen wie Ägypten, Israel und auf der Halbinsel Sinai. Die Kosten stiegen und stiegen, Tausende Komparsen, Bauten und Kostüme, selbst die Schauspieler muckten auf, verlangten mehr, da sie nicht mit so einem hohen Zeitaufwand gerechnet hatten. Summa Summarum verschlang der Monumentalfilm ca. 10 Millionen Dollar (genaue Zahlen wurden nicht genannt), was zu dieser Zeit einfach unvorstellbar war für einen Film… Im Original dauerte er fast fünf Stunden, wurde aber auf 223 Minuten herunter geschnitten. Das Konzept, die Idee aber ging voll auf: Die Leute strömten nur so in die Kinos, nahmen lange Wartezeiten auf sich – und zahlten das doppelte einer üblichen Kinokarte. Innerhalb eines Monats hatte der Film die hohen Produktionskosten eingespielt und schaufelte nur so Kohle. Sechs Oscar – Nominierungen und die begehrte Trophäe für die besten Spezialaufnahmen…


Die besten Filme  (Seite 2 von 2)
Für Cecil B. DeMille war es die letzte Arbeit als Regisseur, künftig trat er ausschließlich als Produzent auf…

Schnitt:

Etwa zur gleichen Zeit als DeMille seine Zehn Gebote verfilmte, war auch ein englischer Regisseur dabei, einen historischen Stoff in Bilder umzusetzen: Stanley Kubrick. Das Detail – besessene Genie verfilmte die Geschichte eines Sklavenaufstandes, die der Römischen Gladiatoren: Spartacus. Seine Dreharbeiten dauerten jedoch fast vier Jahre, kein Wunder, denn wer Kubrick kannte, wusste dass dieser Szenen oft bis zu zehn Mal wiederholen ließ, bis sie seiner Meinung nach passten. Dafür war das Ergebnis brillant: Mit Kirk Douglas in der Hauptrolle, Jean Simmons, Peter Ustinov, Sir Lawrence Olivier, John Gavin, Tony Curtis und dem deutschen Schauspieler Herbert Lom, entstand einer der besten Filme aller Zeiten. Er dauerte zwar „nur“ 188 Minuten, aber es war unmöglich von diesem Film nicht fasziniert zu sein…

Dennoch kam er zu spät, viel zu spät: William Wyler verfilmte das Remake eines Buches von Lee Wallace: Ben Hur!
Wieder war Charlton Heston der Hauptdarsteller, der den Juden Juda Ben Hur darstellt. Stephen Boyd als ehemaliger Freund und Widersacher, und Jack Hawkins als Mentor des zur Sklaverei verdammten jüdischen Fürsten. Ein unglaublicher Film, der Überhammer! Alleine 22 Minuten dauert die Sequenz des Wagenrennens im Kolosseum, der als beispiellos in die Annalen der Filmgeschichte einging. In diesem Film war alles gepackt: Die jüdische Geschichte, Intrigen, die Jesus – Geschichte vom Anfang bis zur Kreuzigung des Messias. 210 Minuten Spannung und Entertainment pur. 17 Millionen Produktionskosten. Der Lohn der Mühen: 11 Oscars – und den Ruf einer der besten Filme aller Zeiten zu sein…
1961 schließlich holte man sich den Stoff aus der spanischen Geschichte: Anthony Mann verfilmte die Geschichte des Volkshelden El Cid, der Südspanien von den Mauren befreite. Wieder durfte Charlton Heston ran, diesmal an der Seite von Sophie Loren.

1962 schließlich Cleopatra, die mit Abstand pompöseste und teuerste Produktion jener Zeit. Aber irgendwie fand man die Sache auch als langweilig und mit 180 Minuten zu aufgeblasen. Dafür durfte man die schönste Frau der Welt, nämlich Elisabeth Taylor und ihren künftigen Ehemann Richard Burton bewundern…

Nun ging es schlag auf Schlag: Der Untergang des Römischen Reiches, Sodom und Ghomorrah, Kampf um Rom, Die größte Geschichte aller Zeiten, Die Bibel, Quo Vadis? (Mit einem genialen Peter Ustinov) Der Untergang von Pompeji, von Troja von…und wie sie sonst noch alle hießen. Daneben versuchten auch B – und C – Movies mit dem Thema Kasse zu machen. Sandalenfilme nannte man diese Produktionen abfällig, obwohl auch hier so manche perle zu finden war. Aber die Sache lief sich langsam selbst tot, wurde immer unglaubwürdiger. Schließlich blieben die Kinogänger wieder zu hause und glotzten wieder TV, welches nun in Farbe ausstrahlte und qualitativ immer besser wurde, da die Werbewirtschaft die Angelegenheit längst als den Werbeträger überhaupt erkannten.

War das nun das Ende der Monumental – Filme? Nein und nochmals nein!

Doch davon werden wir in der nächsten Ausgabe berichten.

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