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18.08.2017 - 08:53 Uhr
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Artikel über Rocklexikon - Alan Parsons Project
Es dürfte im Herbst 1976 gewesen sein: Zwei Longplayer sorgten momentan für Furore:

Das waren zunächst „PAL“ mit Malice in Wonderland (mit Ian Paice, Drummer der gerade aufgelösten DEEP PURPLE. Tony Ashton, Tastenmann bei Family und begehrter Studiomusiker. Jon Lord , neben Blackmore Mastermind der DEEP PURPLE und Bernie Marsden, Gitarrist unter anderem bei U F O und WHITESNAKE, welcher dem Trio nur vorübergehend aushalf.

Geheim - Tipp unter Insidern war jedoch ein gewisses ALAN PARSONS PROJECT, von dem bisher noch nie jemand gehört oder gelesen hatte. Einer meiner Kumpel hatte sie sich vor Tagen zugelegt und lieh sie mir für einen Tag zum Aufnehmen aus. „Die Parsons musst du dir unbedingt über’ m Kopfhörer antun.“

Was ich dann natürlich auch tat. Und begeistert war. Nach mehr Informationen suchte, denn außer Alan Parsons und der Name Eric Woolfson fand ich nichts was mir weiterhelfen konnte…

Der Dschungel lichtete sich jedoch bald:
Alan Parsons war einst Lehrling bei EMI/Elektrola und hatte sich mit Fleiß und Können zum Toningenieur hochgearbeitet. Er liebte es, Klänge in sämtlichen Schattierungen zu erzeugen und auf den Punkt genau einzusetzen. Das war eigentlich der Grund, warum er bei der Produktion der BEATLES – LP „Abbey Road“ mitmischen durfte. Derart hoch gelobt und dekoriert wurden natürlich andere Gruppen auf ihn aufmerksam – so auch die bereits legendären PINK FLOYD: Für sie produzierte er ihren Millionen - Seller „Dark Side of Moon“ – der sich über 8 Jahre(!) in den US – TOP 100 hielt.

Drei Jahre später wagte der Multimusiker und Soundtüftler den Weg in die Selbständigkeit: Mit einem Freund zusammen, der die Musik des Virtuosen Texte verpasste, die voll den Zeitgeist trafen und gleichzeitig als Manager auftrat: Eric Woolfson Das Konzept ging voll auf!

Nach den „Tales of Mystery and Imagination of Edgar Allan Poe“ landete auch der Nachfolger „I Robot“ kurz nach Veröffentlichung an der Spitze der LP – Listen.

Diesmal waren auch zwei Single – Auskopplungen dabei, die zum Hit wurden: „I wouldn’ t want to be like you“ und „Breakdown“. Album Nummer 3 – zwei Jahre später behandelt das Thema Ägypten „Pyramid“ – auch hier wieder kleine Hits. Aber England hatte das Interesse verloren und die treuesten Käufer kamen eben nun mal aus Germany, wo Tasten - Instrumente schon immer hoch im Kurs standen.


LP 4 (1979) widmete er den Frauen und deren Geheimnissen „Eve“. So gesehen geriet Werk 5 (1980) fast zum Flop „The Turn of a friendly Card“ mit der Thematik der Spielsucht. „Eye in the Sky“ Album 6 (1982) kam nur noch bei der immer kleiner werdenden Fangemeinde an.

Besser erging es auch nicht der „Ammonia Avenue“, die nach zwei Jahren Abstand folgte. Obwohl er sich selbst eine künstlerische Pause auferlegte, schaffte er auch mit dem 8. Album „Vultur Cultur“ und Stereotomy kein Comeback mehr. Danach wird die Sache konfus! Woolfson hatte den Freund und Schützling mehrmals gebeten, seine Konzeption zu ändern. Doch Parsons blieb stur – er wollte und konnte nicht einsehen, dass seine Musik nicht mehr zeitgemäß war.


Rocklexikon - Alan Parsons Project  (Seite 2 von 2)
So lief „Freudiana“ zwar noch unter seinem Namen, aber die Rechte besaß Woolfson, der sein Werk als Musical aufführte. Auch „Gaudi“ war so ein Project, welches man irrtümlicherweise Parsons zuschrieb.

Parsons versuchte mit digitalen Remixes seiner bisherigen Scheiben, seine Werke in klingende Münze umzuwandeln, denn die CD hatte als Tonträger längst die gute alte LP abgelöst. Zudem versuchte er neue Käufer mit Live – Auftritten zu gewinnen, aber davon ließ er entnervt viele Termine platzen.

2004 will er es noch einmal wissen: Mit neuen. frischen Sängern, Digitaltechnik auf dem neuesten Stand hat er die CD „A Valid Path“ produziert Vielleicht kein schlechter Gedanke: Die Musikkultur hat sich geändert, hat längst keine klare Linie mehr. Die Kids von heute können mit seinem Namen kaum noch etwas anfangen – und Parsons Sound hat ihren magischen Zauber nie verloren. Als Berater hat er ja seinen Sohn Jeremy mit an Bord genommen, der auch zwei Titel selbst verfasste.

Sound – Genießern bleibt da eigentlich nur noch das übrig: Einen bequemen Sessel suchen – Zigaretten oder ein Pfeifchen, ein großes Glas Scotch und rund 50 Minuten Zeit ohne lästige Störungen, vielleicht an einem kühlen windigen Novemberabend, oder vor einer schneebedeckten Landschaft vorm Fenster. Die Kopfhörer überstülpen und einfach abtauchen und genießen…



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