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26.06.2017 - 07:16 Uhr
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Artikel über S.O.S. Bauch frisst Hose!
„Der Sommer steht bevor - die Waagen schlagen aus...“ All jene angefutterte Pfündlein, die man bisher so geschickt hinter langen Pullovern und Winterjacken versteckt hat, sie wollen ans Tageslicht – und dabei sehen so manche alt aus! Nicht etwa, dass es der Nachbarin, dem Nachbar, den Arbeitskollegen anders gehen würde, aber man findet sich nun mal fett, fetter und hässlicher als die anderen!!! In Wirklichkeit gucken die gar nicht spöttisch, mehr prüfend, denn bei ihnen sieht’ s kaum besser aus. Nur das registrieren wir gar nicht, denn betroffen sind ja nur wir. „Die Waage – was hasse ich sie! Funktioniert ja sowieso nicht richtig, zeigt viel zu viel an, wollte mir längst eine Neue kaufen. Aber heutzutage misst ja keine mehr genau, vom Regen in die Traufe...“ Die Natur ist gemein: Manche können fressen was sie wollen und nehmen nichts zu. Du hast schon ein Kilo mehr, wenn du am Kühlschrank vorbeiläufst. Alles ungerecht das! Was tun? Überall leuchten die Titelseiten der Hochglanzmagazine. 10 Kilo abnehmen in nur drei Wochen. Die Suppendiät, die Kartoffeldiät, die Nudeldiät. Tageszeitungen versprechen auf ganzseitigen Werbungen rasche Gewichtsabnahmen mit einem Zaubermittel aus „völlig natürlichen, unschädlichen Substanzen“. Bei Nichterfolg Geld zurück! Postfach XYZ in Holland, in der Schweiz, in Österreich. Geld zurück? Vergessen wir’ s! Diese Firmen existieren gar nicht, haben höchstens einen Briefkasten , der nach sechs Wochen plötzlich nicht mehr existiert! Und die Pfunde und Kilo sind noch da, hart näckiger denn je... „Du Kannst“ leckere Wurst essen, alles halb so viel Fett und Kilojoule (früher Kalorien) dafür aber doppelt so teuer wie normale Wurst. Oder Käse, oder... Mogelpackungen, doppelt so viel Wasser als normale Lebensmittel. FDH: Friss die Hälfte wäre billiger. Stimmt aber auch wieder nicht! Der Stoffwechsel lässt sich nicht verarschen. Der registriert nämlich, wenn es kalt ist, die Sonne und die Wärme fehlt. Früher hatten unsere Ahnen da nichts zu beißen, da musste mehr Fett aufgebaut werden. Woher soll der auch wissen, dass wir die leckeren Dickmacherlein an der Ecke im Supermarkt bekommen? Na eben. Um uns zu schützen setzt er den Stoffwechsel runter, dass wir nicht verhungern. Je weniger wir dann spachteln, desto besser verwertet er unsere Speisen. Machen wir den Frühlingskahlschlag bricht der in Panik aus und verwertet noch besser. Gut oder nicht gut – diesen Stoffwechsel müssen wir einfach überlisten, Was also tun? Erst Mal cool bleiben, wir bringen die Sache schon hin! Jede Diät zielt eigentlich immer darauf ab, seine Lebensgewohnheiten zu ändern. Was bei einer „Diät“ eigentlich alle tun. Nur wenn sich ein gewisser Erfolg eingestellt hat, verfällt man wieder in die alten Gewohnheiten – um danach noch dicker zu werden. Der so genannte „Jo - Jo Effekt“. Aber wer will schon sein Leben rigoros umstellen? Seine Gewohnheiten, auf all die guten Lieblingsspeisen verzichten? Na eben!!!

Wir selbst sind Experten in Punkto Diäten, haben schon alles probiert – aber viel ist nicht passiert. Nicht dass wir zu schwer wären – wir sind nur zu klein für unser Gewicht...

Aber weil wir unsere Erfahrungen nicht nur der Waage anvertrauen wollen, geben wir sie nun eben weiter, in der Hoffnung, dass Jemand damit was anfangen kann.

Zunächst aber: Vergesst diese Diätlebensmittel! Und diese angeblichen Wunderpillen, die viel versprechen aber nie was halten. Ein bisschen Lebensumstellung müsst Ihr da schon ertragen, zum Beispiel nicht mit dem Auto zum Bäcker fahren, der nur 500 Meter entfernt ist. Oder zum nächsten Zigarettenautomaten und so. Bewegung heißt eines der kleinen Zauberwörter in unserer „Drive In“ Gesellschaft. Wir selbst sind auch nicht gerade sehr sportlich, denn abgesehen von den guten Vorsätzen hat man keine Zeit, denn irgendwie kommt immer was dazwischen. Schwimmen gehen? Bei dem Scheißwetter? Hallenbad? Bis wir da hinkommen, machen die fast schon wieder zu. Außerdem läuft in der Kiste ein Film, den man unbedingt aufnehmen


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will – und wenn die wieder den VPS Ton nicht senden, bleibt Video oder DVD dunkel. Gut, man kommt am späten Nachmittag heim, so 17 – 18 Uhr oder gar noch später, dann wird gekocht, gegessen und dann wartet das „Großstadtrevier“ oder das „Quiz“ mit Pilawa...

Bewegung? Machen wir Morgen dann. Alles klar. Alles klar? Nein, eben nicht! Da passiert auch wieder nichts, man ist eingeladen oder so. Aber joggen muss nicht sein, auch keine Gewaltmärsche. Vielleicht einfach nur 15 – 30 Minuten Tischtennis spielen, die Platte steht lange ungenutzt herum. Oder ein bisschen Federball. Macht Spaß und tut doch gar nicht so weh. Aber wenn man sich Abends einen Schweinebraten mit Klößen plus ein Eis zum Dessert plus vier bis fünf Bierchen reinzieht, und dann satt und zufrieden gegen 23 Uhr in die Koje steigt, dabei kann man natürlich nicht abnehmen.

Das Weiblein hat von einer neuen Diät gehört: Kohlsuppe. Hat sie von einer Arbeitskollegin bekommen. Fünf Kilo in einer Woche, klingt doch gut? Doch alleine der Kohlgeruch stieg mir wie Giftgas in mein Näslein – und ich ahnte Schlimmes. Denn genauso kam’ s nämlich: Man sollte diese Suppe drei Mal täglich essen, und bei Hungergefühlen zusätzlich. Beim Zubereiten des Süppchens verzichtet man da auch noch auf Fett und Fleisch, und genauso schmeckt die Brühe auch. Da wird der alte Spruch aus Kriegszeiten wieder wahr: Da schauen mehr Augen rein, als raus. Zugegeben: Sie wirkt. Durchschlagend. Gut, dass wir zwei Toiletten haben. Am nächsten Morgen knurrt dich dein Magen an wie ein Raubtier, aber die Waage gratuliert Dir zu den ersten 800 Gramm verlorenes Lebensgewicht. Und was gibt’ s zum Frühstück? Suppe! Herrlich. Du liebst sie, denn sie ist eben nun Mal da: Du begnügst dich mit drei, vier Löffeln, murmelst etwas von „köstlich“, denn du willst ja kein Spielverderber sein. Dein Frauchen hat dir ein Essenskübelchen mitgegeben, so einen Henkelmann, den man früher dabei hatte,
so vor hundert Jahren, der wurde dann in einem Art Wasserbad erhitzt. Deckel auf, das gute Aroma springt dich an, und mehr als vier, fünf Löffel sind nicht drin, einfach keinen Appetit mehr. Dafür verbringst du den Rest der Mittagspause mit der Bildzeitung am Klo. Dann kommt der Abend. In der Küche breitet sich der deftige Geschmack von Kohlsuppe aus, und dein Magen beginnt sich ganz langsam zu drehen, bis er schließlich auf Tempo kommt. Verwundert hörst du deine eigene Faust auf die Tischplatte krachen, und irgendjemand (warst Du das?) schreit panisch: „Ich hab’ die Schnauze voll!“ Dann findest du dich in der Küche wieder, du bist gerade dabei, eine Wurstdose (die eiserne Reserve) zu öffnen und dir eine dicke Scheibe Brot abzuschneiden. Dein Eheweib sieht dich verächtlich an, doch als du verzückt in dein dick belegtes Wurstbrot beißt, nimmt sie die Suppenschüssel und kippt sie in die Toilette. Dann spachtelt sie ebenfalls genüsslich den Rest der Wurstdose und die übrig gebliebene harte Brotkante. Womit wir stillschweigend das Thema „Kohlsuppe“ abgeschlossen haben...

Satz mit „X“ – war wohl nix...

Löschen will ich dieses Thema nicht, denn ein knackiger Salat und eine Tasse Suppe vor der „Hauptmahlzeit“ können Wunder wirken. Viel Kalorien oder Joule haben Suppen nicht, auch was Fett und Kohlehydrate betrifft, hält sie sich vornehm zurück. Aber sie füllt schon mal den Magen und gibt dem Gehirn ein gewisses Sättigungsgefühl. Man sollte da mit dem Hauptgang schon 15 Minuten warten, denn jenes Gefühl satt zu sein dauert bei jedem Menschen unterschiedlich.
Apropos Suppen: Das dürfen schon Fertigsuppen sein...

Gut, es gibt Leute, die versuchen mit Radikalkuren schnell ein paar Pfund abzunehmen. In der Regel funktionieren solche Kuren auch, aber der Endeffekt ist, dass man schnell wieder das gleiche, wenn nicht noch mehr Gewicht auf die Waage bringt.


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Eine Zeitlang kursierte da eine gewisse „Mayo – Diät“, obwohl die Mayo – Kliniken nie so eine Diät angewendet, denn veröffentlicht hätten. Am ersten Tag darf man da nur 9 Eier verspeisen. Ich schwöre Euch: Danach seht Ihr monatelang kein Ei mehr an, obwohl man diese 9 Eier zu Ostern vielleicht ganz nebenbei futtert. Ganz Schlaue kaufen sich in der Apotheke oder im Reformhaus „Glaubersalz“. Das nimmt man eigentlich, wenn man schon seit Tagen rätselt, welche Farbe die Klobrille hat. Mit Glaubersalz beginnt man allerdings diese Farbe dann zu hassen. Der Erfolg stellt sich zwar ein, taugt aber nur für ein, zwei Tage, wenn man eingeladen ist, und die Hose oder das kleine Schwarze nicht mehr passt.

Es gibt noch andere Methoden: Die frühere Null – Diät, die man zwar nicht mehr anwendet, aber eine Fastenkur ist da ähnlich. Man isst absolut gar nichts mehr und ernährt sich mit zuckerlosen Obst und Gemüse – Säften, Tee und stillem Mineralwasser. Dabei ist aber zwei, drei Wochen Kasernierung empfohlen, weil man erst Irrsinnigen Hunger hat, dann ziemlich schlapp wird und als dritte Stufe riecht wie ein Iltis: Da schwemmt der Körper nämlich Gift und Schlacken aus dem Körper und das muffelt furchtbar... Danach fühlt man sich zwar wie neugeboren und hat nicht unerheblich abgenommen. Bleibt man aber bei den gewohnten Angewohnheiten, und meist sorgt der Alltagstrott für eine Fortsetzung, verpufft der schöne Erfolg schnell wieder....

Säfte ganz anderer Art bekommt man in Reformhäusern und Apotheken, Saftkombinationen mit verschiedenen Sorten, die Fett verbrennen, werden kombiniert eingenommen und sorgen so, dass die Fettdepots schneller verbrannt werden ohne dass sich Neue bilden. Ganz billig ist’ s nicht, aber immer wieder neue Klamotten gehen mehr ins Geld. Kalorien oder Joule zählen ist eh vorbei – das predigt man zwar immer noch, aber diese alte Schulmedizin hat einen Bart wie Methusalem.
Ebenso diese so genannten Kartoffel oder Nudel – Diäten. Es mag zwar stimmen, wenn wir Menschen Kohlehydrate brauchen, aber die Sache ist für Sportler wichtig – Otto Normalverbraucher kann diese „wertvollen“ Kohlenhydrate gar nicht verarbeiten oder gar verbrennen, dazu sind wir körperlich zu wenig belastet. Diese KH wandeln sich im Körper nämlich als Stärke um, und lagern den Überschuss als Fettdepots an. Ein fröhlich hoch auf die Pölsterchen!!!

Die Werbung gaukelt uns ohnehin lauter hübsche schlanke Menschen vor, die Schokoriegel mampfend am Strand liegen und dabei Bacardi saufen. Leider wird auch Alkohol in Stärke umgewandelt und zum Fettreservoir.
Ein Albtraum. Fett ist verpönt, aber wir finden es entweder, oder es ist clever versteckt. Das schönste dabei: Wir brauchen es doch! Zumindest unserer Körper, denn sonst klappt das Zusammenspiel nicht mehr.
Es gibt da zwar einen kleinen Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fetten, aber damit will ich Euch nicht überfordern. Der Spruch, dass pflanzliches Fett besser ist als das von Tieren ist falsch: Vom Energiegehalt stehen sie sich in fast nichts nach. Außer man ernährt sich öfters von Fisch – darin stecken Omega 3 oder Omega - 6 Säuren, die mehr als gesund sind.

Was also tun?
Ein kluges Buch hat mir verraten, wie die drei Geheimnisse für Gesundheit, Schlankheit und ein langes Leben fast garantieren.
Schritt 1: Salate mit Olivenöl anmachen. Doch wenn, sollte man Spitzenöl verwenden, natives, Kaltgepresstes Olivenöl. In den Supermärkten kugeln diese Flaschen mit Qualitätsmerkmalen wie „sehr gut oder gut“ massenhaft in den Regalen herum. Alles nur Bluff: Diese 2- 3 €uro Öle sind nachträglich Hitze - behandelt, um so Spitzenöle vorzutäuschen. Ein Kenner der Materie jedoch hat dazu ein vernichtendes Urteil abgeliefert: „Wenn man weiß, dass Spitzenöl bereits in der Produktion nicht unter 10 €uro machbar ist, wird auf diesem Wege voll verarscht“. Kommentar? Überflüssig!
Schritt 2: Täglich ein Joghurt essen, wer’s verträgt auf nüchternen Magen.
Hilft Magen und Darm für eine geregelte Funktion. Aber bitte nur Joghurt pur, ohne Zucker, Früchte oder so einen Firlefanz. Das bringt’ s nicht.


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Schritt 3: Täglich einen Apfel essen, aber ungeschält mit Schale. Wer’ s nicht verträgt – Apfel gründlich waschen. Speziell unter der Schale stecken Wirkstoffe, auf die nicht Mal unsere Chemiker bisher gestoßen sind, Tatsache aber ist: Sie sind da drin. Noch eine Sache, für die man keine Erklärung findet ist im trockenen Rotwein versteckt. Weiß auch Keiner warum, aber der Herr, der sich später Nostradamus nannte, behandelte als Arzt damals Pestkranke mit Wein, und der Rebensaft half, denn bei den Meisten verschwand die tödliche Krankheit...
Die Sache ist zwar ein Widerspruch, wegen Alk und so, aber man sollte auch hin und wieder ein Bierchen zischen, denn darin stecken auch unglaublich viel Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, und zudem beruhigt es. Erspart mir nähere Erklärungen warum...

Gut, kommen wir zur neuen Generationen von Ernährungsmethoden, denn der Begriff „Diät“ ist eigentlich falsch: Nur eine ausgewogene Ernährung und die Umstellung darauf, verspricht dauerhaften Erfolg!

DIE ATKINS – DIÄT

Seit 1977 geistert eine Diät durch die Medienlandschaft, die viel verspricht, aber auch hält. Mediziner und so genannte Ernährungswissenschaftler laufen noch heute dagegen Sturm, sprechen von einseitiger, ungesunder Ernährung. Krankheiten werden dieser Ernährungsumstellung angedichtet, selbst Todesfälle soll die Sache ausgelöst haben. Aber von alle dem ist nichts wahr, im Gegenteil: So sank in den meisten Fällen der Blutdruck und Cholesterinspiegel, verschwanden Krankheiten wie Arthrose und Gelenkschmerzen wie von Zauberhand. Und die Patienten nahmen wunschgemäß so viel ab, so lange, und so viel sie wollten. Selbst Herz- und Kreislauferkrankungen, Diabetes verbesserten sich, verschwanden in den meisten Fällen zur Gänze. Untersuchungen, dass diese Diät schädlich wäre, wurden angestellt, bewiesen aber meist das Gegenteil!!!

Doktor Robert C. Atkins war Kardiologe, also ein Herzspezialist in einer der angesehensten Kliniken der USA, und er fand in zahlreichen Testreihen heraus, dass fast jeder zweite
Herzpatient mit empfindlichem Übergewicht zu ihm kam.

Er selbst war in seiner Kindheit ein dünnes, schwächliches Knäblein gewesen, der jedoch ab sechs oder sieben Jahren plötzlich einer Fresslust verfiel. Die Portionen, die er vertilgen konnte waren gigantisch, doch nach 10 Jahren hatte er 36 Kilogramm zu seinem Normalgewicht zugefuttert. Von nun an wurde er gehänselt und musste Scham und Spott über sich ergehen lassen... Er unternahm dutzende von Diäten, doch keine von ihnen war von Erfolg gekrönt. Als angehender Arzt war es auch nicht gerade ein Renomme, wenn er, selbst zu dickleibig, seinen Patienten zum Abnehmen riet. Als er dann schließlich durch Zufall an ein Buch geriet, dass ein Arzt bereits in den späten 30-er Jahren geschrieben hatte, Dieser Arzt schrieb über Hypoglykämie und Glukosespiegel im Blut (Diabetes oder besser bekannt als „Zucker“), und die Wirkung im Zusammenspiel mit dem Stoffwechsel. Dieser bereits verstorbene Arzt warnte ohnehin vor einer Überflussgesellschaft, die durch den Genuss der fortschreitenden Industrialisierung der Lebensmittel und die versteckten Fette und Zuckeranteile darin, immer schwergewichtiger sein würde. Zu dieser Zeit undenkbar, denn damals ernährte man sich noch vorwiegend gesund.

Dennoch übernahm Atkins diese vage Theorie, untersuchte seine Patienten nach diesen Erkenntnissen und kam auf erstaunliche Tatsachen: Es kam nicht darauf an, wie viel man aß, sondern was man zu sich nahm. Darauf verglich er die Essgewohnheiten durch die Jahrhunderte hinweg und landete prompt in der Frühzeit der Menschheitsgeschichte. Damals ernährte man sich vorwiegend von Fleisch, Wurzeln und Beeren, oder wildem Getreide. Erst der gezielte Ackerbau brachte die Wende, aber auch hier wurden noch unbehandelte Lebensmittel verspeist. Heute ist alles aufbereitet: Die Kartoffeln gibt es als fetttriefende Pommes Frittes, Chips oder fertig gegart. Damit sie schneller bräunen werden sie mit Zucker behandelt, der aber auch nicht mehr natürlich ist, sondern raffineriert, Der Reis geschliffen und poliert, das Brot, einst sehr gesund, ist mit Chemie sprich Treibmittel gebacken – und überall findet man Zucker, den Dickmacher Nummer 1! Das Märchen, der Mensch bräuchte Kohlenhydrate um leistungsfähig zu sein, gilt vielleicht für Sportler, aber kaum für einen normalen


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Menschen, der kaum noch schwere Arbeit zu leisten braucht.

Schließlich begann Atkins mit Selbstversuchen, die aber vorerst noch keine Wirkung zeigten.

Es dauerte Jahre, bis er endlich eine Diät, sprich Ernährungs - Änderung fand, die er Diät – Revolution nannte.

Nun begann er abzunehmen. Nach Plan, soviel und solange er es wollte.
ER verkauft seine „Diätrevolution“ 11 Millionen mal, aber er musste gegen eine starke Lobby ankämpfen: Die Zuckerindustrie, die bei Cyclamaten (Süßstoffen) angeblich Krebserreger finden ließen. Gegen die Bäckervereinigung, von denen nachweislich in Deutschland nur noch wenige in der Lage sind, echtes Sauerteigbrot backen zu können (siehe auch im „Stern“), ein sechsteiliger Bericht über die Lebensmittel, die wir zu uns nehmen).

Im Lauf der Jahrzehnte hat Robert C. Atkins diese Grunddiät verbessert, verfeinert. Nie zuvor war mehr erlaubt als zuvor, obwohl die Wirkung nicht wesentlich zurückging. Atkins starb im Herbst 2004 paradoxerweise an einem Herzinfarkt. Selbst nach seinem Tod streute man die Behauptung unters Volk, dass er 30 Kilo Übergewicht gehabt hätte, was nie bewiesen wurde. „Die neue Atkins Diät schlug damals 2004 ein wie eine Bombe. Inzwischen gibt es kohlenhydratarmes Brot und ebensolche Lebensmittel, die der Diät nützlich sind...

UND SO WIRKT SIE

Im Gegensatz zu seinen früheren Diäten sollte man die ersten zwei bis vier Wochen nur Fleisch, Fisch, Eier und eine Tasse grünen Salat zu sich nehmen. Dabei ist ungesüßte Sahne und Fett erlaubt. Man kann sich zum Beispiel ein Frühstück mit Speck und Rühreiern leisten und anstelle von Brot ein dickes Stück Käse (über 60%) leisten, gegrillten Lachs mit Sahnesauce essen, eigentlich ist alles erlaubt, was keine Kohlenhydrate enthält (im Salat kommen zwar welche vor, sind aber geringfügig). Näheres erfährt man in so genannten Nährmittel – Tabellen. Auf Kaffee und Alkohol sollte man verzichten. Wichtig ist es, seinen Ketosespiegel regelmäßig zu messen. Dazu verwendet man die Teststäbchen, die eigentlich für die Früherkennung von Zucker verwendet werden (in jeder Apotheke).
Nach etwa 48 Stunden ohne die Zufuhr von Kohlehydraten hat der Stoffwechsel diese im Körper verbrannt und giert nach mehr. Aus diesem Grund greift er nun die Fettzellen im Körper an. Diesen Zustand nennt man „Ketonie“.
Sobald sich die Teststreifen lila verfärben, verbrennt der Körper sein eigenes Fett!

Man nimmt also quasi im Schlaf schon ab. Nur: Steigt nicht jeden Tag auf die Waage. Unser Körper besteht zu 4/5tel aus Wasser, und dieser Umstand kann sich also als falsch erweisen. Solange der Teststreifen bei der lila Färbung bleibt, ist alles o.k. Wird er jedoch rosa, habt Ihr ohne Zweifel etwas falsch gemacht. Nur bloß nicht aufgeben!
Ihr werdet es zunächst an den lockerer sitzenden Klamotten merken, bevor die Waage auch grünes Licht zeigt. Nach und nach kann man jetzt seiner Kost auch Kohlenhydrate hinzufügen – aber Vorsicht: Wird das Stäbchen rosa, dann war’s zu viel.
Wer sich daran hält, kann soviel abnehmen wie er will – und dieses Fett bleibt (bei der richtigen Ernährung) auch für immer verschwunden. Dann gehören auch Schläfrigkeit oder Schlaflosigkeit der Vergangenheit an.
Wer ja noch Hunger hat, kann jederzeit essen, soviel er will, nur eben kohlenhydratfrei. Ein Mattigkeitsgefühl stellt sich auch nicht ein, im Gegenteil: Man fühlt sich dabei agiler und lebensfroher wie schon lange nicht mehr. Wer dass genau nachlesen möchte, dem empfehle ich „Die neue Atkins Diät“,
ISBN Nummer: 3-442-14113-3

DIE TRENNKOST

Viele haben es mit der „Hayschen Trennkost“ versucht. Wir übrigens auch: So saß ich mit meinem Abendessen im Büro, und meine beste Ehefrau von Allen im Wohnzimmer. Da dies aber der Kommunikation nicht unbedingt förderlich ist, haben wir die Sache bald wieder abgeblasen... Ernst und Emil Beiseite: Diese Trennkost mag bei manchen Menschen ansprechen, ist aber auch nur ein Versuch der Ernährungsumstellung. Die Trennkost kennt drei Gruppen: Proteine, also Eiweiß, Kohlehydrate und die Neutrale Gruppe. So darf man ohne weiteres Proteine mit der neutralen Gruppe mischen und ebenso die Kohlehydrate – Gruppe. Nur Proteine und


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Kohlehydrate gemeinsam sind nicht erlaubt. Voraussetzung dafür ist allerdings ein gut funktionierender Magen, denn der muss in vier Stunden die jeweiligen Lebensmittel verdauen können. Wer auf Nummer Sicher gehen will, der wechselt die Gruppen nicht innerhalb eines Tages, sondern einen Tag so, den Anderen eben in der nächsten Gruppe. Neutral sind fast alle Gemüse- und Salatsorten und Pilze, angesäuerte Milchprodukte wie Sahne, Joghurt, Quark und Buttermilch. Dazu nahezu alle Käsesorten ab 60%, Frischkäse, Schafs-oder Ziegenkäse, Mozarella etc.

Fast alle Fettsorten, Nüsse, Avacados, Oliven, Hefe und Ei–Gelb. Gelier – und Pflanzliche Bindemittel. Zur Eiweißgruppe gehören Fleisch und Geflügel, Fisch, Käsesorten bis 50%, Ei-Weiß, nahezu alle Obstsorten und Beeren. Das Schönste: Man darf Fruchtsäfte trinken, trockenen Wein, Sekt und Champagner...

Zur Kohlenhydratgruppe gehören alle Getreide – und Vollkornsorten, kleine Mengen an Honig, Ahornsirup und andere eingedickte Fruchtsäfte zum Süßen. Die beste Nachricht: Bier.!

Strikt vermeiden sollte man dagegen: Alle Weißmehlprodukte, polierten Reis, Fertiggerichte, Konserven, Zucker und Süßstoffe (!), Kochsalz, Senf, Fertiggerichte und Saucen, rohes Fleisch, Schweinefleisch und Wurst davon (auch wenn der Schinken noch so lächelt), gehärtete Fette, käufliche Mayonnaise, Ketchup, Essig, Erdnüsse, geräucherte und gepökelte Fleischwaren, Kaffee, schwarzer Tee, Marmeladen, Konfitüre oder Fruchtgelees, Kakao und hochprozentiger Alkohol.

DIE NEUEN DIÄTEN

Heißen Glyx – Diät oder LOGO – Diät und sind nichts anderes als „verfeinerte Atkins – Diäten“... Wenn man auch plötzlich entdeckt haben will , dass Kohlenhydrate nicht gleich Kohlenhydrate sind! So unterteilt man jetzt (wie beim Colesterin) die Guten und die Bösen.
Da sind Brötchen, Baguettes, und die gesamten Weißmehlprodukte ebenso verpönt, wie Kuchen, Torten und alle Lebensmittel mit Zucker. Durfte man sich bei Atkins noch einen kleinen Whisky oder Cognac gönnen (beide Null Kohlenhydrate) darf man das hier nicht! Weil sich eben Alkohol in Stärke umwandelt.

Da wird mit Pyramiden gearbeitet, und je nach Diät sieht das Ding anders aus. Klar: Ganz Unten steht meist Salat, Gemüse und Obst, dann folgen Fisch, Käse und Fleisch. Ganz Oben: Süßigkeiten, Kuchen, Brötchen etc.
Man kann’ s nicht mehr hören!!! Bombardiert wird man dann mit Begriffen wie: „Glykämischer Index und mit „Glykämischer Last“.

Die Last ist dann niedriger wie der Index, denn wo früher Karotten (bei Atkins verpönt) bei 100 g volle 71 Kohlehydrate zählten, sind sie jetzt bei der glykämischen Last auf 3 KH abgerutscht. Abgerundet sind’ s bloß noch 2 KH.

Aber beim Schäuferla mit Kniedla kennt weder Index noch Last ein Erbarmen mit uns Fraggn... Selbst Glyxbrot hat’ s scho gehm. Hammer a probiert. Trocken, prickelt aber nicht angenehm am Gaumen, hat einen Sch... komischen Abgang...

Am Schluss hoggn mer da, schauer rechd blöd, und wissen gar nichts mehr, oder? Das Dumme ist ja, wenn man weniger isst, glaubt unser Herr Stoffwechsel an eine schlechte Zeit und fährt seine Ansprüche herunter.
Das sind dann die Momente, wo man in der Küche am Kühlschrank nur vorbeigeht und danach zwei Kilo mehr wiegt...

Welche Diät nun für Jeden richtig ist, kann man also nie sagen.

Beherzigt nur folgende Tipps: Joghurt, Apfel, Olivenöl. Auch Rapsöl, Sesamöl oder Walnussöl ist super, Viel Fisch, Obst und Salate essen!!!


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Und die Suppe vorm Hauptgericht nicht vergessen! Langsam essen, nicht schlingen. Vor der Suppe am Besten noch einen Salat – und nach ein, zwei Wochen könnt Ihr Euch das Hauptgericht sparen, weil man da schon satt ist. Und: Je weniger man abnimmt, desto besser: Steckt die Ziele nicht so hoch: Monatlich ein Kilo oder ein Pfund sind nach einem Jahr auch 12 Pfund oder 12 Kilo weniger – und die nimmt man so schnell auch nicht wieder zu!!! Zwischendurch darf man auch sündigen, dann wird halt danach ein Obsttag und Gemüsetag eíngelegt. Aber: Lasst um Himmels Willen die Finger von Medikamenten und chemischen Schlankmachern wie Appetitszüglern! Gerade die, die aus Holland, Belgien, Österreich oder sonst woher kommen, machen nur krank, aber nicht schlank! Und nun: Viel Spaß mit Euerer persönlichen Diät – mögen die Magensäfte mit Euch sein!!!



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