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26.06.2017 - 07:07 Uhr
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Artikel über Der Wolf und seine 7 (neuen) Geißlein
Wolfgang Wolf ist eigentlich ein ruhiger Zeitgenosse – sollte man meinen.
Eigentlich keiner von der lauten Sorte, zumindest dann, wenn es nicht um die Belange seiner Mannschaft geht.
Werden diese aber unberechtigt angegriffen und kritisiert, dann wird aus dem Fußballlehrer ein Tier mit Beschützerinstinkt, dann faucht er und kann ziemlich laut werden. Die Arbeit mit der Mannschaft steht im Vordergrund, der Erfolg trotz Rückschläge. Fast schon ein Berufsoptimist.
Das war schon so, als er als Spieler aktiv war.
Da stand er für den Typ des aufrechten, ehrlichen Kumpels, der seine Spiele immer mit Fairness bestritt.

Das war so beim FC Hettenheidelsheim, dem 1. FC Kaiserslautern, den Stuttgarter Kickers, und dem VfR Mannheim. Auf 308 Bundesliga – Einsätze brachte er es, bevor er sich zunächst als Manager und dann als Rainer bei den Stuttgarter Kickers verdingte.
Station Nummer 2 war der VfL Wolfsburg, den er in der Ersten Liga etablierte und in fünf Jahren kontinuierlich nach Oben führte – so lange, bis man in Wolfsburg glaubte, mit einem klangvolleren (Trainer) Namen in die Belle Etage aufzusteigen. Man verpflichtete Röber, der von der Berliner Hertha geschasste wurde. Aber auch der war kein Wundermann, kam dem Abstieg beängstigend nahe.
In Nürnberg hatte man mit Klaus Augenthaler den Aufstieg geschafft, und die erste Bundesligaspielzeit nach einer Zittersaison gerade noch so geschafft. Aber aus Finanzmangel konnten dort auch nur „billige“ Spieler eingekauft werden, unter anderem holte man fünf Jugoslawen, in der Hoffnung, dass diese Spieler ebenso einschlagen würden
wie ihr Publikumsliebling Sasa Ciric. Der Clubovic Nürnberg hatte aber falsch eingekauft! Obwohl man vorher lauthals getönt hatte, die Qualität, entschieden verbessert zu haben, fand man sich drei Tage vor Saisonende auf einem Abstiegsplatz wieder. Der von den Fans absolut beliebte Klaus Augenthaler wurde schließlich gefeuert, übernahm das Höllenkommando bei Bayer Leverkusen, und schaffte, welch Ironie des Schicksals ausgerechnet beim Spiel gegen den Club den Klassenerhalt!
In Nürnberg hatte man inzwischen am 30. April 2003 Wolfgang Wolf verpflichtet, aber an den Klassenerhalt wohl nicht mehr geglaubt. Wolfgang Wolf ( geboren am 24. September 1957) war im Gegensatz zu Augenthaler nicht der Erfolgsverwöhnte Mann von Welt, der im teueren Zwirn mit der fast obligatorischen Krawatte auf der Trainerbank saß.
Wolf ist der Trainingsanzug – Typ, ein fleißiger, aber besessener Arbeitertyp, der Ruhe und Gelassenheit ausstrahlte, und fast etwas bieder seinen Interviewpartnern gegenüberstand.
Dafür schuf er als Trainer und Manager in einer Person, quasi ohne finanzielle Mittel aus dem Absteiger und vielen unbekannten Spielern eine neue Mannschaft zu formen, deren Gesicht sich erst nach einem halben Jahr herauskristallisierte.
Bis er jedoch so weit war, erlebte er in Nürnberg Höhen und Tiefen, wie kein anderer Coach zuvor: So rutschte er vom 1. Tabellenplatz bis auf Position 14 ab, und es war nur eine Frage der Zeit, wie lange er noch Trainer in Nürnberg sein würde.
Sicher: Wie auch bei Augenthaler hatte man ihm zugesichert, innerhalb von 3 – 5 Jahren eine Bundesliga – taugliche Mannschaft zu erschaffen, Zeit genug also.


Der Wolf und seine 7 (neuen) Geißlein  (Seite 2 von 3)
Die Nürnberger Fans, misstrauisch wie Franken nun einmal sind, hatten den ruhigen, immer freundlicher Fußballlehrer ohnehin längst ins Herz geschlossen...

Mit den zwei Neuzugängen aus der Slowakei, (ein Tipp seines Vermieters, dessen Frau aus der Slowakei stammt) hatte man quasi für ein Butterbrot den Stürmer Robert Vittek, und den schlaksigen Mittefeldspieler Marek Mintal verpflichtet. Beide stellten sch bald als wichtige Spieler heraus und belohnten den neuen Arbeitgeber mit Toren.
Was niemand geglaubt hatte passierte dann doch: Nach nur einem Jahr Zweitklassigkeit in der 2. Liga kehrte der Club postwendend als Meister in die Bundesliga zurück, obwohl man die letzten Begegnungen mit einer gewissen Lässigkeit anging, die schon fast an Arbeitsverweigerung grenzte.
Wieder spricht es für Wolf, dass er cool blieb, die Mannschaft unter die Fittiche nahm und nach außen hin verteidigte. Sie hatten ihr Soll erfüllt, na und?
So gab es mehr als Mahner, welche von einem direkten Wiederabstieg warnten.
Ohne größere Investitionen wurde das Abenteuer Bundesliga angegangen. Und siehe da:
Der Club erwies sich als Hecht im Karpfenteich, holte auswärts 20 Punkte, während er im eigenen Stadion weitgehend versagte und dort nur 14 Punkte auf der Habenseite verbuchen konnte. Die Folge? Die erhofften Zuschauer blieben aus, was die maroden Finanzen noch mehr belastete.
Dennoch: Mit einem Durchschnitt von 28.309 Zuschauern liegt der Club auf Rang 11 der Bundesligisten. Krösus: Borussia Dortmund mit 70.578 und Schalke 04 mit 59.634 Zuschauern pro Heimspiel.
Beim Club ist das eine Stadionauslastung von 67 % - aber wenn in der neuen Saison auch Zuhause Tore fallen und der FCN als Sieger vom Platz geht, wird sich diese Situation bei dem riesigen Umfeld des Clubs schnell verbessern!!!
Aber zurück zu des Wolfes neue Geißlein:
Sieben sind es an der Zahl, und man spricht mal wieder von einer deutlichen Qualitätssteigerung des Kaders. Warten wir’s ab. Und lieber die Fakten sprechen.
Die gute Nachricht zunächst: Marek Mintal war von mehreren europäischen Clubs zwar
umworben, aber die Ablösesummer von 12 Millionen Euro wollte dann doch für einen 28.
Jährigen kein Verein zahlen. Auch eine Fortsetzung seines Engagements beim Club war für Wolfgang Wolf nicht ganz klar, denn ohne eine Finanzspritze für neue Spieler hätte er Nürnberg wohl den Rücken gekehrt...
Abgesehen von den Neuen hatte er ohnehin geglaubt, noch einen sehr entwicklungsfähigen Kader zu haben. So war nicht nur Markus Schroth fast ein halbes Jahr verletzt (er zählt mit 52 Toren nämlich zu den gefährlichsten Spielern der Bundesliga), sondern auch Robert Vittek hat in der letzten Saison nur knapp 50 Prozent seines Potentials gezeigt.
Dominik Reinhardt und Andreas Wolf (nicht verwandt oder verschwägert) haben inzwischen genügend Erfahrung in der Abwehr gesammelt und mit dem neuen Kapitän Mario Cantaluppi, der sich inzwischen akklimatisiert, zuletzt immer besser ins Spiel kam, hat man mit dem Neuling Benjamin Lense aus Bielefeld plus Horacio Javier Pinola aus Argentinien zwei weitere sehr fähige und erfahrene Spieler verpflichtet, für die aber noch Alternativen vorhanden sind. Wolfs Entscheidung, Raphael Schäfer anstelle von Darius Kampa zur Nummer 1 im Tor zu machen, hat sich in der letzten Saison mehr als ausgezahlt.

Im Mittelfeld stehen mit den beiden Müllers, Lars und Sven, Slovak, Wagefeld, Adel Chedli und Jawhar Mnari, sowie Marek Mintal Banovic, ebenfalls genügend erfahrene Leute bereit.


Chef im Ring scheint da der Tscheche Jan Polak zu werden, der in der Nationalelf der Tschechei bereits eine tragende Rolle spielt. Im Sturm hat man mit dem Russen Ivan Saenko und dem Eigengewächs Chhunley Pagenburg Alternativen genug.
Auch Stefan Kießling, das andere Eigengewächs, hat in der letzten Spielzeit seine Fähigkeiten mehr als unter Beweis


Der Wolf und seine 7 (neuen) Geißlein  (Seite 3 von 3)
gestellt. Mit der Hoffnung des Trainers auch Markus Daun, der zwar nur ein Tor erzielte, aber damit die frühzeitige Bundesligazugehörigkeit sicherte. Über Robert Vittek haben wir schon gesprochen, ebenso über den wieder genesenen Markus Schroth. Ob Mittelfeldmann und Rekordtorschütze Marek Mintal in diesem Jahr auch 24 Tore macht bleibt abzuwarten, denn das „Phantom“ ist inzwischen reichlich bekannt.

Die Vorzeichen stehen also nicht schlecht, nur kommt es eben darauf an, in welcher Form sich die Mannschaft wirklich befindet, Laut Wolfgang Wolf kann das bis 8 oder 9 Spiele dauern. Wollen wir hoffen, dass er sich diesmal gründlich irrt...

Noch eine kleine Bilanz: Der derzeitige Kader von 28 Spielern – von dem aber noch zwei bis drei verkauft werden sollen, sieht von der Nationalität so aus:
So spielt die Mannschaft des CLUB’ 2005/06 mit folgender Bilanz: 15 Spieler aus Deutschland mit Deutschem Pass. 3 Slowaken. 2 aus Polen. 2 aus Tschechien. 1 Schweizer, 1 Argentinier, 1 Kroate, 2 Tunesier, und einem Russen.

Fazit: Noch überwiegen die deutschen Spieler, aber der Ausländer – Trend ist auch beim Club unverkennbar.

Wir wünschen uns zumindest, dass die deutschen Jungtalente wie Andreas Wolf, Stefan Kießling und Chhunley Pagenburg schnell in diese Mannschaft hineinwachsen und somit eine reelle Chance haben zum Stammspieler oder gar zum Nationalspieler zu werden...

Die Termine erscheinen zwar künftig in unserem Veranstaltungskalender, aber hier noch einmal alle Termine am Stück:

Für Wolfgang Wolf überhaupt kein Thema :

„Egal wie das Startprogramm auch aussieht: Wir müssen gegen jede Mannschaft gut aussehen, egal wohin wir müssen, oder wer zu uns kommt...“

Na, da hat er ja Recht

Vielleicht lacht dann Präsident Roth endlich Mal wieder über alle Backen...


Die Spiel - Termine:
(Heimspiele fett gedruckt)

06.08.05 - HAMBURG – CLUB
13.08.05 – CLUB – HANNOVER 96
27.08.05 - FRANKFURT - CLUB
10.09.05 – CLUB – BAYERN
17.09.05 - WOLFSBURG – CLUB
21.09.05 - CLUB – SCHALKE
24.09.05 - DUISBURG – CLUB
01.10.05 - CLUB – KÖLN
15.10.05 - BREMEN – CLUB
22.10.05 - CLUB – BIELEFELD
29.10.05 - MAINZ – CLUB
05.11.05 - CLUB – STUTTGART
19.11.05 - KAISERSLAUTERN – CLUB
26.11.05 - CLUB – DORTMUND
03.12.05 - GLADBACH – CLUB
10.12.05 - CLUB – LEVERKUSEN
17.12.05 - BERLIN – CLUB
28.01.06 - CLUB: - HAMBURG
04.02.06 - HANNOVER – CLUB
08.02.06 - CLUB – FRANKFURT
11.02.06 - BAYERN - CLUB
18.02.06 - CLUB – WOLFSBURG
25..02.06 - SCHALKE - CLUB
04.03.06 - CLUB – DUISBURG
11.03.06 - KÖLN - CLUB
18.03.06 - CLUB – BREMEN
25.03.06 - BIELEFELD - CLUB
01.04.06 - CLUB – MAINZ
08.04.06 - STUTTGART - CLUB
15.04.06 - CLUB – KAISERSLAUTERN
22.04.06 - DORTMUND - CLUB
03.05.06 - CLUB – GLADBACH
06.05.06 - LEVERKUSEN - CLUB
13.05.06 - CLUB – BERLIN:



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