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26.06.2017 - 07:17 Uhr
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Artikel über Nostalgie
ER kam ganz leise und schien niemanden aufzuregen. Und dann war er auf einmal doch da. Weil er sich nämlich mit seinen Vorzügen ganz einfach durchgedrückt hatte.
Der große Ford ist heute ein sehr ausgereiftes Auto mit großer Fahrpräzision, mit gutem Komfort und einer Ausstattung, die seiner Klasse wirklich entspricht. Als ich ihn zur Testfahrt abholte, machte ich mich innerlich auf acht langweilige Tage bereit - und wurde angenehm enttäuscht. Große Fords hatten es bisher wie große Opels an sich, auf langer Fahrt etwas zu langweilen, weil sie nichts Besonderes bieten; war meine allgemeine Erfahrung. Dabei muß ich als Tester ja darauf bedacht sein, möglichst wenig Besonderes während dieser Zeit zu erleben. Je unauffälliger sich ein Fahrzeug benimmt, desto bequemer ist es zumeist auch. Und der GRANADA benimmt sich unauffällig. Ja, man gewöhnt sich so schnell an seinen angenehmen, selbstverständlichen Reisewagen - Charakter, daß man einfach in ihm sitzen bleiben und weiterfahren könnte.
Haupteindruck: Ein bequemer, großer Wagen für weite Fahrten. Dennoch schälen sich diese und jene Eigenheiten heraus.
Was mich angenehm berührte, war die Tatsache, daß die Innengeräusche fast bei jeder Geschwindigkeit verhältnismäßig gering blieben. Weniger froh stimmt mich die nicht alle griffnah liegenden E-Schalter. Diese Teile der Armaturen müssen noch bequemer in den Griffbereich gerückt werden, was sicherlich noch geschieht.
Vor allem der Schalter für den Scheibenwischer - Wascher ist nicht besonders praktisch.
Daß man den Außenspiegel von innen verstellen kann, ist sehr nützlich. Etliche Autos bieten diese scheinbar so unscheinbar wirkende Neuerung ja seit einiger Zeit; es muß gesagt werden, daß sie keineswegs unwichtig, sondern im Gegenteil sehr angenehm und nützlich ist. Wie oft hat man sich schon den Spiegel mal in dieser, mal in jener Position gewünscht, je nach Sitzhaltung. Hier bedarf es nur eines leichten Drehens, und alles ist haargenau so im Rückblickfeld, wie man es gerade braucht. Sollte unbedingt Allgemeingut der gesamten Auto-Industrie werden. Schade und unbegreiflich zu gleich, daß solche kleinen Nützlichkeiten oft Ewigkeiten auf sich warten lassen.
Die Maschine hatte (in beiden Testfahrzeugen) einen wirklich angenehm ruhigen Lauf. Dieser V-Sechszylinder-Motor läuft wirklich rund und vibrationsarm. Ich konnte mich bei allen Geschwindigkeiten gut und ohne Stimmaufwand mit den beiden Reiseingenieuren unterhalten.

Auch die Elastizität der Maschine muß gelobt werden. Ruckfrei arbeitet sie in allen bereichen. Ich habe aus den beiden Testwagen, die mir zur Verfügung standen, eine Spitze von 164,7 km/h herausgefahren, was als gute Leistung zu bewerten ist. Vor allem bereiten sie der Maschine keine hörbaren Qualen. Der Schalthebel liegt etwas weit nach rechts, aber man gewöhnt sich rasch daran.


Nostalgie  (Seite 2 von 3)
Ich habe auch den Ghia (mit einer 2,6 Liter Maschine und 125 PS) gefahren. Ich gebe der Version mit den 9o PS die größter Verkaufschance. Meine beiden Testwagen hatten die 2,3 Liter Maschine mit 108 PS. Die beiden getesteten 2,3-Liter Wagen waren mit mit Michelin bereift, was natürlich ein härteres Abrollgeräusch verursacht und auch den Komfort etwas mildert aber dafür ist die Lebensdauer dieses Reifens erheblich größer als die der meisten anderen Fabrikate.
Ich habe in wochenlanger Seitenarbeit festgestellt, dass die Motoren dieses großen Wagens eine durchschnittliche Lebensdauer von mehr als 150.000 Kilometern absolut nicht als Sensation betrachten müssen. In hunderten von Wagen, die die Taxifahrer und die Polizei fahren wurden bereits mehr als 200.000 Kilometerleistung erbracht. Das spricht ein deutliches Wort für diese Maschine, hier erhebt sich die alte Frage: Sollte man für den nicht einmal so erheblichen Mehrpreis nicht doch auf eine Vier-Zylinder-Maschine verzichten und sich dafür den erheblich elastischeren Sechs-Zylinder anschaffen? Geräuscharmmut bedeutet Nervenschonung. Vom schnelleren Fahren können soll da noch gar nicht gesprochen werden.
Auf zügiger Landstrecke habe ich cirka 14 Liter im Durchschnitt gebraucht mit der 2,3 Version. Bei größerer Geschwindigkeit kann man mühelos 17 Liter verbrauchen und mehr. Aber das lässt sich mit jedem großen Wagen schaffen. Der Ford ist kein Säufer, das zählt. Und dass es Superkraftstoff sein muß, sollte auch niemand schrecken.

Alles in allem ist der Granada ein interessantes Auto für alle, die einen größeren, bequemeren, behäbigeren, soliden und ansehnlicheren Wagen brauchen. Die Fahrsicherheit erhöht sich durch die Stabilität eines Größeren ohnehin.


Aber jetzt erst Mal ein eiskaltes Bier !!!


Nostalgie  (Seite 3 von 3)



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