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16.12.2017 - 12:11 Uhr
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Artikel über Denk ich an Deutschland in der Nacht 3 ...
Habt Ihr schon Mal was von Futurologen gehört? Nein? Dann will ich die Sache schleunigst aufklären: Man kann auch Zukunftsforscher zu Ihnen sagen.
Glaubt es, oder glaubt es nicht, aber diese hoch studierten Menschen sind keine Quacksalber, welche die Zukunft aus dem Kaffee - Satz lesen, sondern auf harte Fakten zugreifen, diese auswerten und dann ihr eigenes Fazit daraus ziehen.
Diese Leute haben meist Politologie und andere wissenschaftliche Zweige studiert, wie zum Beispiel Geschichte oder Soziologie. Sind also nicht mit Nostradamus zu vergleichen, obwohl der ja studierter Mediziner war...

1987 arbeitete ich unter anderem für XXL, einer regionalen Zeitschrift, deren Grundkonzept ich ausarbeitete. Immer auf der Suche nach neuen Ideen stieß ich damals auf den Bezahlsender Premiere; der über ein „offenes Fenster“ Sendungen für Nicht – Mitglieder abstrahlte (natürlich aus Werbezwecken, um neue Abonnementen zu gewinnen).
Gut, und da lief eine Sache, in der Roger Willemsen (für mich einer der besten Journalisten in Deutschland) Interview - Gäste hatte, die aus der breiten Masse herausragten.
Genau bei einer dieser Sendungen (ich glaube das Ganze nannte sich „1347“), war einer jener Zukunftsforscher zu Gast.
Was Deutschland betraf, darüber war er sich nicht klar, oder wollte sich gar nicht dazu äußern. Aber außenpolitisch sagte er ganz locker heraus, dass der Gigant Sowjetunion sich innerhalb der nächsten fünf Jahre auflösen würde, und zunächst in kleine, friedliche Einzelstaaten zerfällt, worauf auch Roger Willemsen ziemlich baff war. Der gesamte Ostblock würde von dieser Entwicklung betroffen sein, den so genannten Warschauer Pakt auflösen werden...

Unglaublich! Und was würde dann mit den USA geschehen?
Der Zukunftsforscher lächelte dabei etwas link, bevor er weiterorakelte:
„Zunächst werden sie natürlich vom Fall Russlands profitieren, aber ich sehe da einen größeren Zeitsprung, wo man sich unter einem größenwahnsinnigen Präsidenten in sinnlose Kriege verstrickt und somit finanziell nahezu handlungsunfähig wird. Das Raumprogramm wird schwere Rückschläge einstecken müssen, und mehrere Katastrophen werden das Land erschüttern. Auch der gefürchtete Big Bang könnte erfolgen und große Teile des Festlandes im Meer versinken lassen. Aber das sind natürlich alles Spekulationen, die sich nicht mehr errechnen lassen. Denn diese Ereignisse können in 10, 20 oder erst 50 Jahren eintreten, wenn überhaupt.“

Interessant, gut. Glaubhaft? Wohl kaum! Heute, da ich diesen Artikel recherchierte, fielen mir diese Worte wieder ein, und ich war – fassungslos!

Denn erneut zitiere ich einen oder mehrere so genannte Zukunftsforscher, deren Meinung sich allerdings deckt, was die Zukunft Deutschlands und weltweit den Kapitalismus betrifft, oder eben den verzweifelten Versuch, das gepriesene Wirtschaftswunder zu wiederholen.
Woher genau diese ganze Quellen stammen kann ich beim besten Willen nicht mehr nachvollziehen. Man liest hier das, woanders was anderes, und beim nächsten wieder was völlig anderes.
Reizüberflutung total!
Um Euch diesen Zustand weit gehend zu ersparen, nun, dafür habt Ihr ja uns, gell?

Gut. Deutschland. Die Führungsmacht in Europa, die sich selbst ein Bein gestellt hat. Künftig unter „ferner liefen“ oder „lang ist’ s her“ bezeichnet wird.

Politisch sind wir am Ende. Egal welche Partei auch immer gewählt wird:
Alle Parteien haben inzwischen den gleichen Tenor, sind völlig Oppositions - los. Weil zwar jede Partei auf die gerade regierende Partei schimpft, aber weder Konzepte, noch überhaupt eine Idee dazu hat, wie man es besser machen könnte.


Denk ich an Deutschland in der Nacht 3 ...  (Seite 2 von 6)
Alle betreiben im Prinzip die gleiche Politik – und die ist schon im Ansatz falsch.
Denn: Eine Vollbeschäftigung wie früher wird es nie mehr geben! Es sei denn, man verknechtet und quält jene Angestellten und Arbeiter, die zur Verfügung stehen. Denn erreichbar ist sie nur noch durch Lohnsenkungen, den Verzicht aller Sozialleistungen und dem Wohlwollen der Arbeitgeber, die sich früher dazu Sklaven oder Zwangsarbeiter holten...
Die Hoffung auf ein neues Wachstum ist absolut falsch, denn wer jetzt noch nicht zum großen Heer der Arbeitslosen gehört, muss täglich um seinen Job bangen.
Das ist in den USA, England oder den anderen bisher großen Industriestaaten genauso.
(Auch auf die Gefahr hin, dass wir uns selbst loben: In unseren früheren Ausgaben hatten wir einen Drei – Teiler, der sich „Projekt Zukunft“ nannte!) Schon damals (1999 / 2000) haben wir orakelt, dass in den Firmen nur noch wenige Leute fest angestellt sind, oder aus Kostengründen zu Hause am heimischen PC diese notwendigen Tätigkeiten erledigen und per Online in seinen Betrieb schickt. Sollten die Aufträge nicht mehr bewältigt werden, so kann man immer noch auf Zeitarbeitsfirmen zurückgreifen.
Ohne einen Zweitjob geht heute fast gar nichts mehr...
Heute findet man diesen „Zweitjob“ kaum noch, es sei denn, man arbeitet für ´nen Appel und ein Ei!“

Das Modell des Wohlstandstaates ist tot. Vorbei. Das Vertraute, Normale ist aus den Angeln gehoben, kommt nicht wieder!
Die Politiker haben ihre Nähe zum Volk vergessen, kennen weder deren Ängste und Sorgen. Sind verblendet von dem Gedanken, es besser zu machen, haben jeglichen Sinn zur Realität verloren... Sind ratlos und Macht – los.
Die wahren Herrscher nennen sich Aktionäre, haben Anteile bei Siemens, IBM, VW oder sind mit der Telekom baden gegangen. Die Herren Unternehmer jammern zwar immer,
aber dann können sie mit Milliarden schweren Umsatzplus protzen, während sie weiterhin „verschlanken“, die Leute, besser: Humankapital, zum Arbeitsamt schicken.
Das Moloch Kapitalismus will immer mehr, wird immer rachgieriger. Und der Staat sorgt dann dafür, den Bürgern den letzten Cent aus der Tasche zu ziehen.

Womit aber weder Regierung noch die Unternehmer rechnen: Das Volk ist feinfühliger, als es je vermutet würde!
Als ich vor fünf Jahren da einen Spruch las, ließ der mich nicht mehr los: „ Was nutzt es, wenn wir Deutsche die hoch kompliziertesten Gebrauchsgegenstände und Kraftfahrzeuge bauen, wenn wir uns selbst diese Autos zum Beispiel nicht mehr selbst leisten können?“
Ein Spruch nur, aber inzwischen von der bitteren Wahrheit eingeholt. Laut Statistik wurden Autos noch nie so lange gefahren wie heute, liegen die Neuen millionenfach auf Halde, weil man einfach nicht mehr das Geld hat, die Dinger zu bezahlen. Dafür nimmt man die verfügbare Kohle, um in den Urlaub zu düsen, kosten es was es wolle! Wer weiß, ob gerade dieser Urlaub nicht der Letzte ist, den man sich noch leisten kann?
Was Lebensmittel betrifft, so bleibt die hochwertige, teuere Ware liegen, der Einzelhandel geht pleite, und die Discounter wie Aldi, Norma oder Lidl (nur um einige zu nennen) verzeichnen Zuwächse von 40 Prozent und mehr. Nirgendwo in Europa sind die Lebensmittel billiger als in Deutschland, aber leider verhält es sich da um die Qualität auch nicht besser!!!
Exklusivität ist kaum noch gefragt...

Karl Marx würde heute fein ironisch lächeln. Seine Thesen waren absolut richtig, nur hat man sie falsch interpretiert und ebenso falsch umgesetzt.

Es ist an der Zeit, nationale Horizonte auf zu brechen, globaler zu denken – und das nicht nur im negativen Sinne. Beispiel DDR: Wer hat da nach 45 Jahren noch an eine Revolution geglaubt? Plötzlich war sie da, gewaltlos, friedlich. Aber sie funktionierte, als mehrere Hunderttausende auf die Straße


Denk ich an Deutschland in der Nacht 3 ...  (Seite 3 von 6)
gingen und protestierten. Den Volkspolizisten keinerlei Chancen gaben, eine Waffengewalt mit Waffen zu unterdrücken – im Gegenteil: Die machten gleich selbst mit!
Und das Ergebnis kennen wir alle: Die Diktatur löste sich auf, die Verantwortlichen flüchteten, setzten vorher noch Strohmänner in ihre Ämter ein, die dann später den Kopf hinhalten mussten (ich denke an Krenz).

Heute ist die Situation ähnlich. Es brodelt unter der Oberfläche! Die Mittelschicht spürt und sieht, wie schnell man ALLES verlieren kann, besonders das Leben in Würde!!!

Eigentlich ein Wunder, dass es noch ruhig ist. Trotz aller Alarmzeichen und Schwarzmalerei: Deutschland ist nach wie vor Weltmeister im Export!

Wir erleben derzeit das Ende einer Epoche, die mit Bismarcks Sozialgesetzen begann. Wir müssen ihn aus den Köpfen bringen, diesen Sozialstaat, der keine Lösung mehr ist. Wo bleibt Demokratie jenseits der Vollbeschäftigungsfiktion noch möglich, wenn die Armut wächst?

Ein neuer Faschismus ist zwar theoretisch möglich, denn man wird nach einer starken Hand rufen, wenn noch mehr Arbeitslosigkeit herrscht. Sie gilt es jedoch mit allen Mitteln abzuwehren. Die sich heute gedemütigt fühlen, weil sie arbeitslos sind, ihnen sei gesagt, dass wir nicht immer nur unter Knechtschaft leben müssen, unser Leben nicht nur nach Arbeit definieren sollten.

Mal ehrlich? Wer hat noch nie vom Ausstieg geträumt? Eine eigene Insel, vom Urlaub auf Lebensdauer? Vom Häuschen direkt am Strand?

Braucht man dazu unbedingt einen Lottogewinn? Man kann auch mit weniger Mitteln diese Zufriedenheit erreichen....

Aristoteles, der große griechische Philosoph, sagte einst: „Muse ist die
Schwester der Freiheit!“ Es hat lange gedauert, bis Arbeit in das Zentrum des Lebens gestellt worden ist. Der Endeffekt: Ein Joch, das unterdrückt und nur die Reichen noch reicher macht. Dafür bekommt man ein paar Krumen vom dicken Kuchen ab, ist froh überleben zu können. Man eifert den Reichen nach, wohl wissend, diesen Zustand fast nie erreichen zu können. Ein großes Auto, ein Zweitwagen für die Frau, ein Reihenhäuschen, zwei bis drei Urlaubsreisen im Jahr! Glücklich darüber? Schon mal laut nachgedacht? So geht es tagein und tagaus.
Rechnen wir mal nach: Acht bis zehn Stunden Arbeit, Hin- und Rückfahrt (könnte so aussehen: um 7.00 Uhr geht’s los, daheim ist man wieder zwischen 17.00 und 18.00 Uhr), Schlaf und hin und wieder Überstunden am heimischen Computer. Oder Gedanken, die sich vielleicht schon mit dem nächsten Arbeitstag oder, und mit einem ungelösten Problem befassen. Summa Sumarum bleiben sechs Stunden am Tag Zeit, die man meist mit Essen und vor der Glotze verbringt. 25 % Freizeit bleiben quasi übrig.
Irgendwann kommt die große Krise, die Lebenskrise, die da fragt: „Das kann doch nicht Alles gewesen sein?“
Aber das war’s! Wer jetzt noch arbeitslos wird, verliert all seine Chips, die er im Roulette des Lebens angesammelt hat. Ein Dankesschreiben vielleicht, einen lauwarmen, feuchten Händedruck vom Chef, und einen Fresskorb von den Kollegen – Danke, das war’s!

Rentenantrag , Rentenbescheid: Oh, Oh – früher waren das 60% vom Brutto, heute sind es noch 45- 50 % aber vom letzten Netto! Und dafür wird man noch mal versteuert, muss noch Krankenversicherungsbeiträge abführen. Dann wird der wohl gepriesene Lebensabend im Wohlstand schnell zum privaten Offenbarungseid.
Wer noch nicht das Rentenalter erreicht hat und seinen Job im Alter kurz vor 50 Jahren los wird, wird doppelt gefi...t. (Laut Statistik haben inzwischen 80% aller Firmen ihre Mitarbeiter noch vor dem 50. Lebensjahr entlassen =


Denk ich an Deutschland in der Nacht 3 ...  (Seite 4 von 6)
Die Alten waren zu teuer und man musste schließlich mit verschiedenen Wehwehchen rechnen). Dieser Personenkreis, der inzwischen sehr groß ist, kommt dann in den Genuss von Arbeitslosengeld, denn er hat ja in seiner langen Arbeitszeit genügend in diese Kasse eingezahlt. Dafür bekommt er ein Jahr lang wieder 40 – 50% seines letzten Nettoverdienstes, es sei denn er hat eine Abfindung erhalten, was selten der Fall ist. Die darf er dann erst mal aufbrauchen, bevor er Geld vom Arbeitsamt sieht. Erst dann nach sehr deprimierenden Wartezeiten und der Willkür hochnäsiger Beamten ausgesetzt, die einen fast verächtlich behandeln (ich spreche da leider aus eigener Erfahrung) bekommst du ein Jahr deine Almosen – der Lohn, dass du über 40 Jahre reichlich dafür in diese Kasse eingezahlt hast! Dann mein Freund erwartet dich das Paradies:
Du gehörst jetzt zum großen exklusiven Heer von Hartz IV! Da wird dir erst mal alles weggenommen, was du dir in deinem Arbeitsleben aufgebaut hast.
Früher hieß es zwar du sollst deine etwas unsichere Altersversorgung mit privaten Lebensversicherungen, Aktien, Sparkonten und Wohneigentum absichern, aber jetzt sollst du alles aufgeben und erst einmal von diesen Erträgen leben, bevor dir der Staat 345 €uro schenkt. Dafür hast du 45 Jahre gearbeitet oder mehr. Vielen Dank lieber Staat!

Doch die Chancen reifen im Kopf! Es gibt genügend Möglichkeiten, man muss sie nur erkennen und ergreifen.
Gut, wie schon gesagt: Ich kenne dieses Gefühl arbeitslos zu werden! Zunächst existiert nur die Wut, die Ohnmacht denn in deinen Augen musst du ja versagt haben, ohne richtig Schuld zu haben. Dann kommt der Blues! Deine „Freunde“ kennen dich plötzlich nicht mehr – irgendwann ist auch die Ehefrau weg, und du fühlst dich als Loser und Versager. Dann kommt die nächste Phase, die da Lethargie heißt. Du sitzt stundenlang herum bläst
Trübsal und trinkst vielleicht ein bisschen zu viel. Dann kommt die Phase wo dir das alles egal ist.
Arbeiten, die du früher sofort erledigt hast, lässt du einfach liegen und teilst sie so ein, dass du täglich was zu tun hast, weil du Angst hast, bei sofortiger Erledigung der Jobs wieder Däumchen drehend dazusitzen und du schläfst bis in die Puppen.
Du schreibst zwischendurch eine Bewerbung, aber das ist nur eine Alibifunktion. In Wirklichkeit willst du nie mehr was tun, nie wieder einen Bonzen mit deiner Arbeitskraft reich machen. Nach all diesen Phasen, die bei jedem individuell verschieden sind, erinnerst du dich plötzlich an deine alten Fähigkeiten, beschließt, selbstständig zu werden, und beginnst wirklich wieder zu kämpfen. Stellst dir dabei das dumme Gesicht deines Chefs vor, wenn du damit auch noch Erfolg hast.
Nur wenn du jetzt zu deiner Bank gehst und um einen Kredit bittest, giltst du wieder als Loser, als Arbeitsloser, als unglaubwürdig. Aber du wirst es auch ohne diese Drecksbanken schaffen.

Der Konsument kann von der Machtgier der Konzerne lernen und handeln. Wer den Bürger ausnutzt, die Umwelt vergiftet, ohne sich darüber Gedanken zu machen, den kann man ignorieren, indem man seine Waren nicht mehr kauft, sich ihm verweigert. Der Beginn einer kleinen Revolution, die sich ja schon bereits bei Aldi und Co bewahrheitet hat (siehe ein paar Zeilen vorher) .

Machen wir es doch gleich noch brutaler: Gerade die älteren Arbeitslosen die um ihre Ersparnisse gebracht wurden, sollten auf so großzügige Zuwendungen wie Hartz IV vollkommen verzichten so lange ihnen noch was bleibt und mit ihrem selbst angesammelten Vermögen Kommunen mit Gleichgesinden gründen, die sich selbst organisieren und verwalten. Deren Vermögen in einen gemeinsamen Topf kommen um Hausmieten und Lebenshaltungskosten zu begleichen. Sich vielleicht ein, zwei Autos anschaffen, die jeder bei Bedarf nutzen kann. Dann könnte man zum Beispiel Gärten anlegen, um Gemüse und Obst anzubauen, als Eigenbedarf


Denk ich an Deutschland in der Nacht 3 ...  (Seite 5 von 6)
zu nutzen und die Überschüsse zu verkaufen. Ein alter Bauernhof mit Wiesen und Äckern wäre natürlich ideal.
Dann weiß man wenigsten für wen man arbeitet.....
Klingt voll krass – oder?

Aber der Sozialstaat ist in spätestens zehn Jahren am Ende! Auf die Frage hin ob man Rot/Grün oder Schwarz/Gelb, Links oder Rechts, wählt, kann man nur noch so definieren: Man wählt entweder „schlimm“, oder „schlimmer“!

Egal was wir alles geschrieben haben – nutzt die Möglichkeiten die euch noch bleiben. Aber bitte sagt niemals, dass wir euch nicht gewarnt hätten.

Soweit unser Ratschlag an Hartz IV Empfänger. Aber was passiert mit dem Wirtschaftsstandpunkt Deutschland, bei Leuten, die noch Arbeit haben?

Da wird kaum jemand auf die Straßen gehen um zu protestieren. Die trauen sich doch nicht Mal krank zu machen, selbst wenn sie es wirklich sind. Zustände wie vor dem Krieg.
Da lehnt niemand mehr Überstunden ab, oder traut sich gar, auf den Tisch zu hauen. Menschen, die so angepasst sind, dass es fast wehtut.

Aber ihnen wird es früher oder später genauso gehen! Kein Zweifel...

Was wir und Deutschland brauchen ist eine wirklich starke Regierung, die zuerst an die Sorgen und Nöte der Arbeiter und Angestellte denkt, und nicht an den schnöden Mammon.

Mit der EU haben wir uns selbst ein Trojanisches Pferd erschaffen, ein gefräßiges Monster. Die neue viel gepriesene Währung €uro, hat sich zum Fluch für die ehemals gut situierten Industriestätten entwickelt. Nutznießer dagegen sind die, welche ständig im Minus waren. Denen geht es heute wesentlich besser. Und den neuen Mitgliedern Tschechien oder Polen. Gerade Letztere
kamen als Touristen ins Land, gingen auf Diebestour und fuhren mit prall gefüllten Taschen und Fahrzeugen zurück.

Heute ziehen sie in der Nähe der noch vorhandenen deutschen Grenze, Eierfarmen en Masse hoch, um den deutschen Markt mit Eiern und Geflügel zu überschwemmen.
Wenn wir noch ein paar Jahre warten, müssten wir nach Polen, um deutsche First Class Automobile zu klauen, die wir uns nicht mehr leisten können...

Der €uro müsste wieder weg, ebenso sollte man aus der EU austreten.

Die verlangen zuviel und geben zu wenig, arbeiten eigentlich gegen die noch wenigen Landwirte bei uns, statt ihnen zu helfen. Beispiel: Die Rinderseuche B.S.E.
In England angeblich entstanden, soll Schuld an der Kreuz – Jakob Krankheit haben, was aber niemals festgestellt wurde.
Ursache: Vermutlich die von der EU angeordnete, subventionierte Massentierhaltung. Überall Untersuchungen und Verbote. Massentierschlachtungen und angeblich überwachte Kadaver – Verbrennungen.
In Wahrheit karrten britische Trucker das geschlachtet Rindfleisch nach Polen, wo es zerlegt, gekocht und eingedost wurde.
Mit Reinheitsprädikaten korrupter Veterinäre und Tierärzten versehen, landete es als Qualitätsfleisch auf vorwiegend deutschen Tellern. Dagegen kaufte bei uns Niemand mehr Rindfleisch, verabscheute selbst die Wurst, wo es enthalten sein könnte. Während die Landwirte mit Tränen in den Augen ihr wertvolles Rindvieh verbrennen sahen, und damit, trotz Unterstützungen der EU in den Konkurs getrieben wurden.
Warum? Weil die EU ohne diese Maßnahmen nämlich auf einem gigantischen Berg Rindfleisch sitzen geblieben wären, und das


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Preisgefüge in Gefahr sahen. Eine Hausgemachte Katastrophe, ein gigantischer Betrug?
Wir wissen es nicht, aber arme Länder wären froh über eine kleine Spende gewesen, hätten nicht ganz so schnell verhungern brauchen. Aber dafür ist ja der Transport zu teuer...
Erschreckend zu sehen, dass ein Vereintes Europa utopischer ist denn je, sich Frankreich und Dänemark distanzieren, und England nur teilweise mit an Bord ist...
Also wozu noch, wofür?

Eine vernünftige, sozial orientierte Regierung müsste unbedingt das Bildungswesen deutlich fördern, damit wir wieder konkurrenzfähig werden. Statt meist sinnlose Kreisverkehre und Überquerungshilfen mehr für die geistige Kultur tun, auch wenn das Sache der Gemeinden ist.
Als Wirtschaftsstandpunkt ist Deutschland ohnehin zu teuer geworden, wird mit China einen Konkurrenten erhalten, der unschlagbar ist. Indien, jenes belächelte, arme Land ist dabei, die Ideenschmiede der Welt zu werden, zumindest im Pharma – Bereich. Oder aber auch in Sachen Computertechnik.
Deutschland muss weltweit wieder einen Standort finden, wo man führend ist, und nicht nur im Automobilbereich, den ohnehin China, Korea und Japan unter sich ausmachen werden.
Es klingt nicht sehr gut, aber bei einer geistigen Globalisierung, einer Psychischen Öffnung, könnten wir diese Aufgabe meistern, denn noch immer lebt der Geist von Disziplin, Zähigkeit, Zuverlässigkeit und der Wille zum Erfolg in unseren Köpfen wie eine unlöschbare Software.

Sieht man dann die Arbeitskräfte als Partner und nicht als Humankapital an, könnten wir diese Situation auch meistern...

Kirchhof, jener umstrittene Finanzexperte liegt da mit seinem Vorschlag von 25 % Steuer für ALLE gar nicht so schlecht, denn wenn es keine Schlupflöcher mehr gibt, werden damit auch die Kassen Deutschlands wieder gefüllt.
Gerne könnte man aus den 25 Prozent auch 30 – 33 % machen. Wenn der Rest wirklich rein netto beim Bürger verbleibt! Denn: Rechnet man heute genau nach, sind wir fast alle mit rund 50 - 60 % belastet.
Mit 66 – 70 Prozent für alle Abzüge wären wir alle gut bedient, könnten uns auch wieder etwas leisten, was zu höherer Motivation und Markttechnisch zu mehr Umsatz führen kann.

Allerdings wäre dann auch eine neue Generation von Politikern notwendig, die sich nicht scheuen, die alten Zöpfe abzuschneiden...

Wir werden es noch erleben, so oder so!

Bis dahin

John Harald Singerer



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