Allmaechd - Erfrischend Anders: Das Magazin für Mittelfranken und den Rest der Welt
Herzlich Willkommen bei
dem Online-Magazin

www.allmaechd.com!

Sie sind hier: Startseite - Magazin - Artikel lesen
23.10.2017 - 17:17 Uhr
Magazin-Inhalt
Flohmarkt
Veranstaltungen
Gästebuch
Archiv
Briefe an uns

 Unsere Partner stellen sich und Ihre Leistungen vor

ein Klick genügt...


Wir danken unserem Partner Hotel-Gasthof zur Post für die Unterstützung



Gönnen Sie sich etwas Erholung auf Sylt!




Artikel über Lauschgift
John Mayer
Room for Squares


Der Name sagt Euch nichts?
Tröstet Euch – mir nämlich auch nicht. Nur weiß ich, nachdem ich diese CD erstmals zu Ohren bekam, dass der Herr aus den USA stammt, 23 Jahre jung ist, und dort genau für diese, seine zweite Scheibe nicht nur den Grammy gewann, sondern sie fast zwei Millionen Mal verkaufen konnte. Punkt. Ende,
Ende? Inzwischen hat er zwei weitere Alben veröffentlicht, wobei Letzteres schon wieder so eine Art von BEST OF für den Europäischen Markt ist.
Die Musik? Doch eine sehr interessante Mischung aus Rock & Pop, edel serviert.. Mit Mehr – Wertsteuer übrigens, denn 18 Titel auf über 79 Minuten bringt heute fast kein Musiker mehr..
Negativ? John Mayer klingt verdammt nach der DAVE MATTHEWS BAND, was mir natürlich sofort auf fiel. Weil ich die nämlich auch sehr mag.
Negativ? Die neue Generation von Musikern sind nun Mal mit dem alten Scheiß ( den wir so lieben) aufgewachsen, haben die Sache quasi seit dem ersten Krabbeln gehört und im noch schwammartig Aufsaugenden Hirn gespeichert. Da kann man von Plagiaten gar nicht mehr reden, oder?

Mark Knopfler
Shangri – La


Wie lange ist dass nun wieder her, als jeder Musikfan beim Namen Knopfler mit der Zunge schnalzte? 29 Jahre, oder gar 30? Was solls? Lange Zeit war der Name Mark Knopfler mit den DIRE STRAITS verbunden, bis er sich zurückzog, produzierte, Kollegen auf deren Alben half oder Filmmusik komponierte. Erst im Jahr 2000 besann sich Knopfler wieder darauf, wie es war, als er noch Platten oder CDs produziert hatte. Trotz etlicher Motion Picture Sound - Tracks, hatte er noch nie zuvor ein Solowerk geschrieben und veröffentlicht, was er 2000 mit „Sailing to Philadelphia“ nachholte.
Obwohl seit den Dire Straits doch eine geraume Zeit verstrichen war, der Zeitgeist nicht stehen blieb und sich eine neue Generation gebildet hatte,
erzielte er mit seiner ersten Solowerk doch mehr als nur einen Achtungserfolg.
Bei einer kurzen, aber intensiven Promotion Tour erlebte er Jubel und Anerkennung, eben jenes Brot der Künstler, welches man nur auf den Brettern der Bühnen ernten konnte. Es waren für ihn unglaubliche Momente, als er sah, dass sich das Publikum aus ehemaligen Fans und deren Kindern zusammen setzte, er damit einen überspannenden Bogen zwischen den Generationen herstellen konnte. Dieses Gefühl saß sehr tief.
Einziger Wermutstropfen war, dass auch die Schickeria bevorzugt zugegen war, was man an den Nobelkarossen auf den Parkplätzen der Besucher deutlich ausmachen konnte...
Angesport von diesem Erfolg ließ die Fortsetzung „A Woodpicker’s Dream“ nicht lange auf sich warten. erschien 2002 in den Läden. Musikalisch zeigten sich die unzähligen Reisen rund um den Globus, indem Mark die verschiedensten Ethno - Einflüsse mit Rockmusik verschmolz, um daraus ein heißes, feuriges Süppchen zu kochen. Wer damals Glück hatte, und zu den ersten Käufern gehörte, bekam als Dreingabe noch eine CD mit raren LIVE – Aufnahmen plus zwei Videostücke ohne Aufpreis dazu.
Auch das dritte Solowerk „Shagri – La besticht durch Vielseitigkeit, zahlreichen Einflüssen der Weltmusik, ohne nicht auch mit handfesten Rock & Blues Nummern aufzuwarten. Ein Album, welches immer mehr offenbart, je öfters man es hört, eine musikalische Entdeckungsreise, kunterbunt und aufregend. Eines ist nach wie vor garantiert: Mark Knopflers unglaubliche Präzision, Perfektion, gepaart mit einer unglaublichen Spielfreude. Fast ein Qualitäts – Siegel...

DAS ROCK LEXIKON
The Dire Straits


Lauschgift  (Seite 2 von 9)
Mark Knopfler war Begründer und Mastermind dieser legendären Formation:

Die Formation hieß damals DIRE STRAITS, und sie brachen herein wie ein kühlendes Gewitter an einem schwülen Sommertag.
„The Sultans of Swing“ nannte man sie, nach ihrer ersten so benannten Single. Es dauerte, bis sich der „Geheimtip“ durchsetzte, doch dann wurde jede Single zum Hit, ihre Debüt LP zum Renner. Was auch mit dem Nachfolger „Communique“ passierte.
Dabei war die Zeit, in der sie mit ihrem Pub – Rock auftauchten denkbar ungünstig: Punk und New Wave beherrschte die Szene, und dort mit einfachem Rhythm & Blues an zu kommen, war schier ein Wunder. Aber auch Album 2, von dem man zunächst unkte, dasss es nur eine Kopie des Debüt – Albums wäre, rauschte in Null Komma Nichts an die Spitze und warf Hit nach Hit ab.

Tatsächlich aber war es reifer, durchdachter.

Lebte vom aufreizend langsamen Gitarrenspiel des Masterminds MARK KNOPFLER (Jahrgang 1949). Der einen Sound zelebrierte, der absolut cool und lässig klang, aber den glasklaren Sound zwar unterkühlt aber unglaublich präzise vortrug. Nur singen konnte der Gute nicht!
Und war zunächst auch kein Musiker: Er hatte den Journalismus von der Pike aus gelernt, war extrem menschenscheu und introvertiert. Im Gegensatz zu seinem jüngeren Bruder DAVID, der meist sang und die zweite Gitarre spielte. Sie hatten eine kleine WG zusammen mit dem Bassisten JOHN ILLSLEY in Deptford, Südlondon, und brachten eben den großen Bruder zum Gitarrenspiel. Wer sein Vorbild war, schien fast klar: Eric Clapton, der mit ähnlichem Minimismus spielte und daher den Beinamen „Clapton is God“ erhielt.
Der Schlagzeuger PICK WITHERS vervollständigte das Quartett.
Hin und wieder ein Konzert hier, mal da. Vorgruppe von den TALKING HEADS, CLIMAX BLUES BAND, und STYX.
Bis 1977 passierte da nicht viel. Aus eigener Tasche finanzierte man Demo – Bänder für 120 Pfund und wurde vom Radio DJ Charlie Gillett entdeckt. Der spielte ihre Sachen mehrmals im Radio – und machte somit das Quartett publik.
Die wiederum ein Plattenscout von „Repertoire“ aufhorchen ließen. Der professionelle Aufnahmen von den DIRE STRAITS machen ließ, von denen schließlich die Single „Sultans of Swing“ und das Album – Debüt gepresst wurden.
Danach passierte rein gar nichts mehr! Die DIRE STRAITS (= Total abgebrannt) hielten sich weiterhin wie früher mit Anheizer - Jobs über Wasser.
Die Monate verstrichen. doch Single und Album blieben wie Blei in den Läden liegen, wurden gar verramscht.
Bis ein gewisser „Muff Winood“, Mitglied der SPENCER DAVIS GROUP und Bruder von Sangestalent STEVIE WINWOOD, die Formation live sah, und spontan deren Management Übernahm. Dank seines klangvollen Namens erreichte er, dass die DIRE STRAITS LP weltweit erscheinen würde und auch erschien. Während das Debüt Spitzenplätze in (Rest) Europa und auch in Australien und Neuseeland auf Platz 1 standen, entstand unter der Regie des legendären Producers Jerry Wexler auf den Bahamas bereits der Nachfolger „Communique“.
Vom großen Erfolg erfuhr das Quartett erst, als man nach England zurückkehrte.
Als die Scheibe schließlich in die Läden kam, machte die Band gerade Urlaub und der nimmermüde Mark freute sich über die Ehre, dass ihn BOB DYLAN zu Aufnahmen für sein Album „Slow Train Running“ bat.In der Zwischenzeit wurde „Communique „ von den Kritikern g
eradezu zerpflückt, weil es zunächst fast wie das Debüt klang.
Unberührt von allem, kauften die Fans die Regale leer, und erfreuten sich am makellosen Gitarrensound des Albums.
Nach einer längeren Tournee nahm man das dritte Werk „Making Movies“ auf, holte sich dazu einen Keyboarder zur Verstärkung des Sounds, der damit noch farbiger wirkte.


Lauschgift  (Seite 3 von 9)
Was allerdings zu einem großen Bruderzwist Mark gegen David auslöste. Noch während der Aufnahmen verließ der kleine Bruder die Band. Als Trio beendete man die Aufnahmen und landete natürlich prompt erneut auf allen Charts als Nummer 1 (was mich betrifft, so hielt ich dieses Album für das damals Schwächste).
Es sollte bis 1982 dauern, bis die „Straits“ wieder ins Studio gingen. Inzwischen hatte man das Trio wieder zu einer Bande formiert, zu der Gitarrist „Hal Lindes, und der Keyboarder Alan Clark gehörte. Der ebenfalls die Gruppe n Terry Williams ersetzt.
„Love over Gold“, das vierte Album, verlangte doch ein gewisses Umdenken der Fans: Die Gassenhauer fehlten gänzlich, aber der Sound war derart genial aufgebaut, dass man immer Neues entdecken konnte. Perfekt!
Erst jetzt wurde die Virtualität von Knopfler bewusst, seine Liebe zum Detail, der Saitenzauberei. Da stimmte einfach verlassende Pick Withers wurde voAlles...
Obwohl fast nur sehr lange Stücke, erreichten zwei Titel die Single – Charts: „Telegraph Road“, und „Private Investigations“.
Als Sound - Vorbereiter wurden die Dire Straits zum Inbegriff der gerade neu entwickelten Compact Disc und bekam mit Phillips einen dicken Sponsor.
In der Tat:
Speziell über diese neuen Tonträger mit den 12 Zentimeter großen Silberscheiben, wirkte ihr Sound noch glasklarer, hörte man jede noch so kleine Nuance. Ich selbst habe mit den Dire Straits – CDs den Grundstein für meine CD – Sammlung gelegt, und ich war mit Sicherheit nicht alleine mit meiner Meinung.
Langer Rede, kurzer Sinn: Als Nächstes erschien das LIVE – Album „Alchemy“, quasi als Lückenfüller, bis 1985 endlich das 5. Studio Album / CD in die Läden kam: „Brothers in Arms“. Mit ihm war wohl das Nonplusultra erreicht, eine weitere Steigerung kaum n och möglich.
Tatsächlich war es das (vorerst) offizielle Ende der DIRE STRAITS. Zwar erschienen danach noch mehrere Best Of Alben, sowie ein halbes Dutzend LIVE – Auszeichnungen, mit denen die Gruppe jedoch nichts mehr am Hut hatte.
Es wurde ruhig um die Dire Straits. Vergessen aber waren sie nie. Mark Knopfler tauchte auf den verschiedensten Produktionen auf, egal ob Bob Dylan, Sting (mit dem er ja den größten Hit der Gruppe „Money for Nothing“ gemeinsam geschrieben hatte), und anderen Kollegen. Seine lässig gespielte Gitarre, jener ureigene Sound, den niemand nachspielen konnte, war wie ein Markenzeichen des Engländers, der frühzeitig schon zur Legende wurde. So schrieb er für mehrere Filme den Soundtrack – und die Fans kauften eifrig, wenn sie über das bisschen Gitarrenspiel oft enttäuscht waren. Doch Knopfler blieb im Hintergrund, arbeitete fleißig als Produzent für verschiedene Gruppen und hin und wieder für seine Kollegen.

Als 1991 plötzlich eine Single im Airplay auftauchte, platzte die Bombe: „Calling Elvis“ war die Vorab – Auskopplung eines still und leise produzierten, neuem Dire Straits Album, das er zusammen mit John Illsley, Alan Clark und Guy Fletscher eingespielt hatte: On every Street!
Das 6. Studioalbum verkaufte sich fast besser, als alle Scheiben zuvor, passte zwar überhaupt nicht zum aktuellen Zeitgeist, aber Qualität verfällt nun mal eben nicht.
Nach einer kurzen, ausverkauften Tournee ging man danach wieder seiner Wege – offiziell aufgelöst wurden die Straits eigentlich aber nie.
Wer weiß: Vielleicht gibt es irgendwann ein neues Album, das völlig unerwartet aus dem Nichts kommt, Millionen Fans würden sich freuen...


Lauschgift  (Seite 4 von 9)
Bruce Springsteen:
Devils & Dust

Auch um den „Boss“ war es lange Zeit ruhig geblieben. Satt und zufrieden?
Nichts mehr zu sagen? „The Ghost of Tom Joad“, Ende der 80er Jahre, war das letzte Lebenszeichen vom Boss, und dies war rein akustisch ohne Band eingespielt .Ruhig, getragen, unter die Haut gehend.
Erst 2002 wieder ein neues Album, zornig, wütend, anklagend, patriotisch. Er forderte Amerika auf, nach dem New Yorker Twintower – Anschlag nicht den Kopf in den Sand zu stecken, sondern um ihre Freiheit zu kämpfen.
Jetzt ein neuer Springsteen, der nur mit Gitarre und Mundharmonika auf Tournee geht, wieder ein Album in der Tradition The River, Nebraska oder erwähntes Ghost of Tom Joad – Tradition steht. Rückblicke auf sein Leben, seine Heimart, auf die Vergangenheit allgemein. Intensiv, bewegend, aufrichtig. Ein typisches Songwriter Album, aber alles andere als ein Alterswerk.
Ein sehr reifes, ausgezeichnete Werk!

Adam Green:
Gemstones


Wieder ein neuer Name, der regelmäßig in den Musikgazetten auftaucht, den ich damals noch mit dem Jazzgitarristen Al Green assoziierte. Weit gefehlt: Adam Green kam quasi aus dem Nichts. Dem brodelndem Leben New Yorks entsprungen, mitten hinein in die Musikszene des „Big Apple“. Dort, im Künstlerviertel von Greenwich Village war er bereits eine schillernde Figur, der 23 jährige Judenbengel, der verdammt noch mal jünger aussah, mit seinen brauen lockigen Haaren, und dessen Augen so einen verwirrten, verwunderten Ausdruck haben, als wäre er soeben in diese Welt hineingeboren wurden und Probleme hat, sich hier zurecht zu finden.
Mit Musik schien er gar nichts am Hut zu haben, der Junge mit dem Dackelblick. Ständig schleppte er ein dickes Manuskript mit Gedichten herum, ging
bei den Verlagen hausieren. Doch Niemand im prüden Land wollte diese verqueren Lyrics veröffentlichen, die sich um Sex, Gedanken, Gefühlen von jungen, nahezu unerfahrenen Jugendlich drehten. Gespickt mit „Dirty Words“, die schon fast an die Grenze zum pornografischen gingen, eigene sexuelle Erlebnisse erzählten. Also fotokopierte er seine schriftlichen Ergüsse und verkaufte sie für eine Hande voll Dollar...
Bis ihm irgendwer steckte, ob er es nicht probieren sollte, ähnlich wie damals Leonard Cohen, seine Poems musikalisch zu verpacken und rüber zubringen. Al lernte schnell. Ein paar Griffe auf der Klampfe und schon legte er los. Erstaunlicherweise klang auch seine Stimme nicht schlecht, zumindest besser als die seines großen Vorbildes BOB DYLAN, den er zunächst zu sehr kopierte.
So erschien sein erstes Album denn auch fast unbemerkt von der Öffentlichkeit, denn ein kleines alternatives Label fand er relativ schnell.
Sein Status als Geheimtip jedoch wuchs und wuchs – speziell die Girls fanden ihn „süß“.
So kam es zu einem zweiten Album, diesmal „Gemstones“ betitelt. Inzwischen hatte er auch besser singen gelernt, klang nicht mehr so sehr nach Dylan. So lässt er kurze Breaks, um die Worte zu betonen, fällt mit Tempowechseln auf, welche die Musik nicht so monoton klingen lassen. Eine Begleitgruppe hat er auch mit ins Studio genommen, die sich The Gnomes nennen. Dass Al sie nur als Begleitband sieht, wird auf dem Cover offensichtlich, wo der Name des Quartetts nicht auftaucht.
Gemstones verkaufte sich ganz gut, und auf einer kleinen Solo – Sightseeing Tour besuchte er auch Europa um hin und wieder in TV Sendungen ein Lied zu singen.
Auch Harald Schmidt schien vom dem Jüngling und seiner Musik doch sehr angetan gewesen sein, denn obwohl er keine Gäste mehr in seine Show einladen wollte, ließ er ihn wenigstens mit der Studio – eigenen Band zusammen für ein Lied (Emily) auftreten. Das war’s, kein Interview, keine weitere Vorstellung. Aber doch eine Initialzündung: Alles fragte nach dem Jungen mit dem Dackelblick.
Heute ist er natürlich der Liebling der Damen, aber auch dem Rest der Musikfans. Eine größere Tournee durch Germany hat er inzwischen auch hinter sich – und sein Anliegen wurde übrigens erfüllt: Ein Verlag vertreibt inzwischen einen Lyricband des Barden, „Magazine“ getauft, wenn auch eine Übersetzung ins Deutsche fast unmöglich war...


Lauschgift  (Seite 5 von 9)
Ryan Adams:
Cold Roses


Wieder Ryan Adams, der übrigens mit Bruce Springsteen verglichen wurde, ebenfalls wie aus dem Nichts auftauchen zu schien, aber als Songwriter, Sänger und Musiker eine glänzende Zukunft vor sich zu haben schien. Aber der neue Star legte ein Arbeitstempo an den Tag, dass es den. Bossen der Plattenfirmen schwindlig wurde. Wie sollte man all dieses Material vernünftig verkaufen können, wenn alle drei Monate ein neues Album erscheinen musste? Dazu kamen alte Aufnahmen, deren Rechte noch bei anderen Firmen lagen und nun altes Material zusätzlich auf den ohnehin stagnierenden Markt warfen, die Verwirrung noch größer machten. Also hielt man sich zurück und ließ etliche Zeit verstreichen, um den immensen Verkaufserfolg vom Platin - Album „Gold“ nicht zu gefährden...
Ryan bedankte sich auf seine Art – und legt nun ein Doppelalbum mit den „Cardinals“ als Band vor.
Als erste Reaktion wird der Konsument erst Mal verwundert den Kopf schütteln, denn das klingt nun wirklich nicht nach jenem Typen, der so fetzige und pulsierende Titel auf „Gold“ sang.
Aber das Cover lügt nicht, und in der schlichten Papphülle stecken wirklich zwei CDs mit insgesamt 19 angegebenen Titeln. Mir selbst fällt es wie Schuppen aus den Ohren, denn schon bei „Gold“ habe ich verzweifelt überlegt, woher ich diese Stimme kenne, schon gehört habe. Richtig: Suche ich im Memofeld meines PC fällt der Name Ryan Adams insgesamt drei Mal, ohne „Gold“. Die Lösung: Ryan Adams war früher der Kopf der Amercana – Band „Whiskeytown“, und ich Ochse habe davon drei Alben auf Tape. Americana ist ein weitläufiger Begriff, ich weiß. Wieder so eine Schublade, wie einst New Wave oder Punk. So spielten Whiskeytown eine krude Mischung aus Rock und Countrymusic, ließen dabei aber Punk – oder Garagensound einfließen.
Genauso klingt auch die neue Doppel – CD von Ryan Adams! Nur erfahrener, reifer, pointierter.eben.
Wer jedoch die Scheiben im CD Player hat, wird sie meist schwerlich wieder entfernen, denn dieser Sound, zwischen ruhig, zart schmelzend, hart und getragen macht süchtig, gehört fast auf die Liste verbotener Drogen...
Anspieltips gibt es nicht, denn einen schwachen Titel findet man gar nicht, nur dass CD 2 etwas härter daherkommt, als Silberling Nummer 1.
Würde ich Noten geben, wäre dieses Werk mit Sicherheit ein „Sehr Gut“ verdient!!!

Billy Idol
Devil’s Playground


Er ist ein Macho. Atom – , Blond gefärbte Haare. Eine dicke Lippe und ein noch größeres Maul. Der typische Poser, der auf Punk macht, harte Rocker schreibt. Drogen einwirft, wie andere Leute Vitamintabletten.
Soweit zu seinem „Image“! Meist aber sind das die Sorte Mensch, die nach einem wilden Konzert keine Groupies vernaschen, sondern in die Filzpantoffel schlüpfen und es sich mit einem Bierchen vor der Glotze gemütlich machen.
Die Rede ist von Billy Idol, jener Type, der uns vor über zehn Jahren so Hits wie: „Rebel Yell“, „Hot in the City“, „White Wedding“, To be a Lover“, „Flesh for Fantasy“, „Eyes without a Face“ oder „Dancing with Myself“ bescherte, um nur einige Wenige zu nennen. Damals war er der Begründer der Hardcore Punker „Generation X“, die er 1981 auflöste. Der dominante Brite, im Süden Englands geboren, verließ daraufhin Europa und zog ins Künstlerviertel Greenwich Village in New York.
Seine britischen Fans waren enttäuscht, sprachen gar von Fahnenflucht und als Verräter, der die Punk – Ideologie verraten hatte.
Der Erfolg gab ihm Recht: Als heissester Rock – Act wurde er in Europa überschwenglich gefeiert.
Ganz in schwarzes Leder gewandetet wurde der Edelpunk mit seinen kurzen, prägnanten und zugänglichen Musikstücken als der „Killer mit dem Babyface“ gefeiert und sahnte voll ab. Als der Erfolg gegen Ende der 80er Jahre verebbte, nahm er sich eine längere Auszeit. Immer wieder versprach er zwar ein neues Album, aber die Fans warteten umsonst.
Zeitsprung: Das neue Werk ließ fast 15 Jahre auf sich warten. Inzwischen ein braver Ehemann mit zwei Kindern und den schon erwähnten Filzpantoffeln ausgestattet, Weit über 50 Jahre alt, und die gefährliche Zahl 60 vor Augen, taucht er jetzt überraschend wieder auf, nach fast 15 Jahren!
Die Gründe liegen auf der Hand: Hard – und Heavyrock sind wieder „In“, nur die heutigen, jungen Akteure sind meist sehr zahnlos, vergleicht man sie mit den Hardrockern von damals.


Lauschgift  (Seite 6 von 9)
Billy hat sich äußerlich gut gehalten, kein Gramm Fett zuviel, Top in Form, wenn auch hier und da ein paar Falten das Bild vom jugendlichen Rebellen trüben.
Die Musik?
Sie würde durchaus auch in die 80er Jahre passen, sind wohl mit einer Zeitmaschine nach 2005 gebeamt worden!
Unglaubliche Tempi, Energie bis zum Anschlag. Aber leider keinerlei Weiterentwicklung...
Schade eigentlich. Würde aber zu jeder Headbanger – Party passen. Eine nette Abwechslung, aber leider eben nicht mehr. Dennoch wird den Fans von einst wieder das herz im Leib hüpfen. Was ja auch schon was ist, oder?
Man muss den Silberling nicht haben, aber hin und wieder macht er doch Spaß.

Judas Priest:
Angel of Retribution

Judas Priest ist ebenfalls eine der großen Rock – Heroen vergangener Zeiten. Die Engländer wurden auf der Insel und dem Kontinent gefeiert und als Giganten des Heavy Rock bezeichnet. Anders in den USA, wo sie als Plagiatoren ständig wiederholender LED ZEPPELIN – Riffs verspottet wurden.
Auch sie verschwanden Ende der 80er Jahre im großen Kessel der „ehemaligen Gruppen“.
Jetzt wittert man wieder Chancen und damit sind sie nicht die Einzigen. Heutzutage wird eine Reunion nach der Anderen gemeldet – und die alten Helden von einst füllen heute noch mühelos die Konzerthallen. Eben, weil sie mehr Potential haben als die heutigen Epigonen des harten Rocks.
„Angel of Retribution“, mit fast der ehemaligen Originalmitglieder, klingt zwar gut und wärmt so manches alte Hardrockherz. Gut, sehr gut klingt die Sache zwar immer noch, ist aber doch irgendwie überflüssig. Wenn ich mich auch dabei erwische, die Luftgitarre zu spielen, denn Spaß macht’s schon! Tja, wir alten Boaring Old Foards...
Green Day:
American Idiot

Green Day? Na klar kennt Ihr die! der auch nicht.
„Dookie“ hieß die CD, „Basket Case“ die Single daraus – und die knallte nach kurzem Zögern voll an die Spitzenplätze der Charts. Das war 1994 – und der Punk längst wieder in Vergessenheit geraten. Auch die Grunge – Welle war vorbei, und eigentlich wusste Niemand mehr, was als Nächstes kommen würde.
Green Day waren drei Kids, die aus irgendeiner Garage gekrochen kamen und mit wildem Punk die Dancehalls zum Kochen brachten. Der Sound war knüppelhart, fast brutal schonungslos. Keine Gnade. Laut, ungezügelte Energie, laut aber elektrisierend. Ansteckend.
Ohne jegliche Promotion, nur durch Mundpropaganda ging es unaufhörlich an die Spitze. Europa nahm sie zwar zur Kenntnis, aber hier war man an solche Bands mehr gewöhnt, dass sie sich als Sensation erweisen sollten.
Eine kurze Tournee verlief zwar positiv, aber der große Lob blieb aus. Die gerade mal 15 bis 16-jährigen Kids, die kaum richtig spielen konnten und halt rein zufällig ein paar geile Songs geschrieben hatten.
Abgehakt unter: Eintagsfliegen...
Ihre Bühnenschau war wild, obszön und laut. Mehrmals wurde einer von ihnen verhaftet, weil er auf der Bühne die Hosen heruntergelassen hatte.
Danach brachten noch zwei, drei Alben, aber der Erfolg wiederholte sich nicht mehr, der Rausch des Neuen war verflogen, verpufft. Die Kids legten eine Pause ein, und änderten ihren Sound, der nun erwachsener und reifer klang.
Auf den Texten zeigten sie, alles andere als nur dumme kleine Rockmusiker zu sein Als sie 2004 erneut mit einem neuen Teil auf den Markt kamen, hätte wohl keiner mehr mit einem Erfolg gerechnet!
Bis man eine Single – Kopplung hörte, die man nicht mehr aus dem Kopf bekam: „The Boulevard of broken Dreams“! Das war’s – und wer die Texte übersetzen konnte, wird noch mehr erstaunt sein: Da geht es volle Breitseite gegen Bush, den Krieg, gegen Korruption und Dummheit. Ein Schlag in den Magen des Etablissements.


Lauschgift  (Seite 7 von 9)
Aber auch dieses konnte den Erfolg von Green Day nicht verhindern, und von der Intelligenz der Bandmitglieder zieht man jetzt doch den Hut.
Ein Teil wie aus einem Guss, mit harten und temporeichen Nummern, aber auch die sanfteren Töne kommen nicht zu kurz. Unbedingt anhören!!!

Coldplay
X & Y.


Sie entstanden 1996 in England, wo nahezu jede neue Gruppe als große Hoffnung der Brit – Pop – Invasion galt. Was nach sich zog, dass vieler Bands gehypt wurden, aber nach guten Ansätzen wieder in der großen Versenkung verschwanden.
Chris Martin, Jon Buckland, Guy Berryman und Will Champion waren alles Studenten der Universal Highschool in London, wo sie sich zur Banf formierten. Ihr Durchschnittsalter war damals 18, 19 Jahre. Verschiedenste Einflüsse verbanden sie zu einem Melody Rock Sound, der oft fast etwas schmalzig klang. Da herrschten mehr Harmoniegesänge denn harter Gitarren vor, alles etwas überladen und pompös. Gut gemachter Pop eben, wie ihn früher die erbittersten Gegner von OASIS, nämlich BLUR spielten. Nach mehreren EP’ s nahm man 2000 das erste Album auf: „Parachute“ betitelt und hatte überraschend in Europa und den USA einen größeren Erfolg. Nur was sie danach auf der anschließenden Promotour live auf die Bühne brachten, war grottenschlecht, klang erbärmlich, worauf die Tournee abgebrochen wurde.
Auflösungsgerüchte machten die Runde, aber Coldplay fühlte sich angestachelt, noch motivierter, es allen zu zeigen. 2002 kam dann „A Rush of Blood to the Head“, ihr zweites Album – und entpuppte sich als Pop – Meisterstück.
Doch nun kam die Angst hinzu, dass die neuen Superstars einen ähnlichen Erfolg überhaupt wiederholen würden können.
Sie konnten! Denn das neue Werk X & Y steht dem Vorgänger in nichts nach.
Neben zwei, drei Midtempo - Nummern besteht der Rest aus bester Poptradition, die doch sehr oft nach den Fab Four erinnert. Ein nettes Album!
Übrigens: Werft das Teil nicht nach den 12 regulären Titeln aus dem Player: Denn dann würde
euch der Hidden Track entgehen, der sich „Kingdom come“ nennt....

The Rolling Stones:
A bigger Bang


Ich habe da neulich in meinem Leib und Seele Magazin “Der Stern” die Meinung eines 32-jährigen „Journalisten“ gelesen, die mir die Zornesröte ins Gesicht trieb: Der schrieb über die älteste, noch existierende Rockband, dass die Rockopas nicht nur zahnlos aussehen, sondern auch eine ebenso lahme Musik präsentieren. Man schon ewig keinen Singlehit mehr platzieren konnte, man quasi absolut „Out“ sei.
So eine Disco – Hip – Hop Yuppie – Schwuchtel! Was zum Teufel hat der je von den Stones gehört? Wohl kaum mehr als drei Takte!
Zumal die Rolling Stones nie nach einem Charterfolg schielten, zumindest nicht in den letzten 25 Jahren.
Gut, ich habe die Anfänge erlebt, bin mit den Beatles und den Stones groß und erwachsen geworden. Beide waren nach außen hin Konkurrenten, und es gab endlose Diskussionen, wer denn nun besser wäre. Da gingen selbst die Fangemeinden mit Gewalt gegeneinander vor...
Tatsächlich sprachen sich die zwei Auslöser der neuen Musikrevolution ab, um sich Hitparaden mäßig nicht in die Quere zu kommen. Zugegeben: Die Beatles waren kreativer damals, bastelten an ihrem Sound, während die Rollenden Steine ins Studio gingen und ihr neues Material runterschruppten. Musikalisch erhoben sie nie solch große Ambitionen, spielten eben ihre Riffs, einfach aber wirkungsvoll – soweit meine Meinung.
Denn an Power konnte ihnen kein anderer Act das Wasser reichen – und vermag es heute noch nicht.
LIVE waren sie ohnehin unschlagbar, jedes Konzert geriet anders, und ständig präsentierten sie ihre Hits in einem völlig neuen Gewand, was sich die heutigen Gruppen gar nicht trauen...
Und was Sir Mick Jagger betrifft: Der wirbelt mit seinen 60 Jahren noch über die Bühne wie ein junger Spund, scheint Luft zu haben, die ein 18-jähriges Weichei von Heute nicht mehr hat.


Lauschgift  (Seite 8 von 9)
Lieber STERN – Chefredakteur: Schickt um Himmelswillen solche Greenhörner in die Wüste und lasst sie über Britney Spears oder Robin Williams philosophieren, bevor sie versuchen, drei Generationen vor den Kopf zu stoßen.
Ich wollt’ s ja zunächst nicht glauben, als ich von einem neuen Album und einer neuen „letzten“ Tournee las. Nun, hier liegt vielleicht der Hase im Pfeffer, aber bei den Launen eines Keith Richard, dem Untoten, der eigentlich längst mit Jimi Hendrix, Jim Morrison und Brian Jone zusammen mit Janis Joplin eine Allstars – Band im Nirvana betreiben (ja, auch Kurt Cobian ist dabei, Lowell George, Stevie Ray Vaughan oder, oder, oder – sind dabei.
Aber der zähe Knochen hat alles überlebt, pafft und säuft, schnupft vielleicht noch, Keith Richard, hat immer Zoff mit Mick Jagger, wenn die Stones auf Tour sind, tagelang auf engstem Raum zusammenleben. Aber als Komponistenteam sind sie nun mal brillant, wie damals auch John Lennon und Paul McCartney. Genug davon.
Die Rolling Stones erkennt man sofort am Sound, ein Markenzeichen, dass sie vor sich hertragen wie ein Banner. So ist auch „Streets of Love“ ein typischer Stones – Titel...
Auch die restlichen 15 Titel können sich mehr als hören lassen. So gut und vital waren die Stones seit 15 Jahre nicht mehr!!! Ich glaube, dass hier eine vierte Generation Feuer fangen könnte, die mit dem Namen Rolling Stones nichts mehr anzufangen wussten. Ein heißes, geiles Album, voll fett!
Laut Statistik übrigens das 40. der Band!!!

Nicht vergessen:
Mit einem Mausklick auf unseren Amazon-Banner erfahrt ihr mehr Informationen und vor allem noch andere, unterschiedliche Plattenkritiken von anderen Musikfans, könnt in Titel für kurze Zeit hineinhören, Euch eine eigene Meinung bilden – und das Teil günstig erwerben. Wir haben da in ALLMÄCHD eine Verknüpfung zu einem der günstigsten Anbieter hergestellt, wo Ihr die besprochenen CDs direkt und ohne Umwege bestellen könnt... AMAZON ist nicht nur für seine faire Preise bekannt, sondern auch für die sprichwörtliche Schnelligkeit: So bekommt ihr aktuelles Material meist schon in ein, zwei Tagen – denn wer will schon gerne Wochenlang auf seine Bestellung warten??? Doch es lohnt sich auch, Bücher und DVDs bei AMAZON zu bestellen, oder Software für den PC, nicht zu vergessen die Hardware wie DVD Recorder, CD Player oder oder. Auch hier kann man so manchen Hunderter sparen und hat volle Garantie. Klickt Euch unbedingt doch Mal rein !!!!
Paul McCartney:
Chaos and Creation in the Backyard


Mein Gott, Sir Paul McCartney, unser Paule. Nie weit weg, wenn von den Rolling Stones die Rede ist. Absicht? Wohl kaum. Aber just zu dem Zeitpunkt, da die Stones ihr „Best Of“ Monster 40 Licks auf den Markt brachten, da weilte Paul gerade auf einer kleinen Tour rund um die Welt, sozusagen um sich wieder einzufinden in die Musik. Die Jahre zuvor hatte er sich nach dem Krebstod seiner Frau Linda nahezu daheim eingemauert, wollte niemand mehr sehen. Nur einmal tauchte er auf, als sein Töchterlein den Preis als beste Modedesignerin in Empfang nahm, da war der Vaterstolz stärker...
Dort musste er dann seine jetzige Miss McCartney kennen gelernt haben, auch nicht gerade älter als die eigene Tochter. Trotz aller Warnungen von Freunden und Bekannten ließ er es sich nicht nehmen die Dame mit Vergangenheit zu ehelichen.
Aber was sind schon 35 Jahre Altersunterschied für einen, der immer innerlich jung geblieben war?
Zumindest erwachte er aus seiner Trauer und Versteinerung und ging eben auf diese kleine Welttour. Der Beleg erschien auf einer Doppel CD und nannte sich „Back to the World“(2003). Verstand man dieses LIVE – Werk als Dokument seines Seelenzustandes, durfte man sich doch berechtigte Hoffnungen auf kommende Studioalben machen! Soviel Power und Spielfreude hört man selbst bei anderen Live – Alben sehr selten! Was ich nicht nur sage, weil ich schon immer ein Beatles – Fan war. Dort stand er zu Unrecht im Ruf, für die harmlosen, eingängigen Titel verantwortlich zu sein, was allerdings völlig falsch war. Ich nenne nur als Beispiel drei Hits: „Yesterday“, „Michelle“, oder „Hey Jude“, was aber nur die Spitze eines Eisbergs darstellen.
Mit den WINGS jedoch mag man Recht haben – da war viel seichter Pop enthalten, aber auch viel Titel mit hohen Ansprüchen. Er hat halt alles ausprobiert, der „Macca“.
Viel Vorspann, ich weiß. Kommen wir zum Kern, zur neuen CD: Chaos and Creation in the Backyard“ heißt soviel wie „Durcheinander und Kreativität im Hinterhof“, beschäftigt sich mit Themen aus der Jugendzeit des Paul McCartney.


Lauschgift  (Seite 9 von 9)
Richtige Kracher findet man kaum, zwar ein paar flotte Mid – Tempo Titel, dafür aber unglaublich gefühlvolle Titel, die eins - teils Mitgefühl widerspiegeln, andererseits aber voll Hoffnung ausstrahlen.
Und: Egal wie ein Mensch aussieht – die Stimme bleibt meist unverändert.
Und schließlich, wenn man die Augen zumacht, sieht man die Beatles wieder vor sich, denn solche Songs hätte man sich durchaus auch auf einer LP der Fab Four vorstellen können.
Und weil ich gerade in dieser melancholisch nachdenklichen Phase bin, sehe, wie sich die Helden und Idole von einst in alte Menschen verwandelt haben, obwohl sie im Innern noch jung geblieben sind, dann wird mir voll bewusst, wie schnell doch dieses Leben an einem vorbeirauscht, oft vorbei ist, bevor es richtig begann.
40 Jahre Musikgeschichte hat man konsumiert, ist so was wie ein Experte geworden, der bei Bedarf immer noch Informationen aus dem Ding leiert, welches man Gehirn nennt, dann muss man zwangsläufig nachdenklich werden.
In 3 Monaten sind diese CD Rezensionen Kalter Kaffee, in 10 Jahren wird kaum Jemand von dieser Musik mehr sprechen, sich vielleicht dunkel daran erinnern.
Warum machen wir es dann? Weil heute Heute ist, und morgen Morgen? Einen Song von Paul McCartney, einen Ernsthaften habe ich noch vergessen, möchte ich noch nennen: Er stammt vom „Weissen Album“ und nennt sich „BLACKBIRD“.
Der soll an meiner Beerdigung gespielt werden, wenn ich endgültig meine Musik – Erfahrungen vom Rock – Himmel (oder ein Stockwerk tiefer) aus kommentiere...
Bis dahin (und schon wesentlich früher) grüßt Euch

John Harald Singerer



Artikel drucken  -  Artikel einem Freund schicken  -  Inhalt-Magazin   -   zur Startseite

© 2005, www.allmaechd.com JHS-Verlag & hptools4free.net Michael Fischer
Impressum


nach oben