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18.08.2017 - 08:52 Uhr
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Artikel über Das Wasserbett und Wir
„Wow, a Wasserbett! Stark hey, dou kannsd poppen!“ (Originalzitat eines meiner Freunde, nachdem er nachfragte, warum wir a.) neue Betten haben und b.) welche wohl). Eigentlich wollten wir’s nicht an die große Glocke hängen, aber da er uns dabei half, die alten, schweren Bettkästen und Gestelle nebst Matratzen von der Garage auf die Straße zur Müllabfuhr zu stellen, kamen wir da kaum daran vorbei. Denn neugierig ist mein Freund allemal.

Wow: Und schon sind wir beim Thema Wasserbetten... Sie tauchten Ende der 60-iger Jahre und bei uns Mitte der 70-ger Jahre auf. Vorwiegend sah man die schaukelnden Unterlagen in Filmen, aber auch der „Playboy“ riet augenzwinkernd dazu. Zack – und schon hatte das Ding seinen Ruf weg: Eine Liegewiese zum Amüsement, was für Playboys mit dicken Geldbeuteln. Zum pop.. gut, ansonsten aber ziemlich wertlos. So schien es.

Wahre Horrorgeschichten über ausgelaufene Wasserbetten, durchgebrochene Decken, weil das Gewicht zu hoch sein sollte, im Winter gar Erfrierungen und Frostbeulen und der gleichen mehr. Dann wurde es eigentlich ruhig um das Thema, aber heutzutage sind sie wieder absolut „IN“. Was auch kein Wunder ist.

Lange Zeit war man der Meinung, dass für das Volksleiden Nummer 1 – Rückenprobleme, eine harte Matratze gut wäre. Im Gegensatz zu Urzeiten, wo man mehr in Matratzen lag, die nicht nur teuer, sondern auch von Generation zu Generation weitervererbt wurden. Nur lag man dann in durch gelegten Kuhlen und der Rücken hing ziemlich durch. Der Hisel hätte gesagt: „Iss’ ja a ned groad is Gsündesde“ – und so woars halt aah.

Je härter also, desto besser! Pustekuchen! Schließlich soll sich der edle Teil, auf den man früher so gerne eindrosch, über die Nacht ausruhen...
Nach Jahren pries man dann die Schaumkern – Matratze an. Die passte sich dem Körper mehr an. Oder sollte es zumindest. Schweineteuer, die Sache, aber der Nutzeffekt war nun Mal leider nach 1 – 2 Jahren vorbei, dann konnte man die Sache drehen und wenden wie man wollte – auch sie war dann hoffnungslos durchgelegen, bildete wieder eine Kuhle, also ein durchhängendes Loch.

Da ich ein Liedlein davon singen kann: Erste Bandscheibenoperation damals im Jahr 1981, als die Sache noch mehr oder weniger riskant war. Danach war zwar die ersten Jahre Frieden angesagt, aber man spürt jeden Wetterwechsel, läuft aufrecht, und schmerzlos – und einen Tag danach vor Schmerzen gekrümmt. Super Sache das!

Was also tun? Die Heizdecke im Winter hat’s gebracht. Da war man Früh topfit um Abends wieder mit schwerer Pein ins Bett zu krabbeln. Auf Dauer keine Lösung, oder? Und nachdem sich diese Privatangelegenheit auch auf die Laune und Psyche auswirkt, war man hin und wieder doch etwas leicht mürrisch! Bei Kindern hätte man „unleidlich“ gesagt...

Da investiert man Unsummen in Matratzen und Federkern – Untergestellen, aber es will einfach nicht besser werden...

Da hilft kein Schwimmen, keine Massage, keine Spritzen gegen Rheuma mehr – es kommt immer wieder.

Bis einer unserer lieben Nachbarn uns besuchte. Der war auch irgendwann mal geschieden und erzählte uns, dass er sich ein Wasserbett zugelegt hatte.

Hahaha. Zum „Poppen“, was? Dämliche Vorurteile – aber niemand ist davon (leider Niemand) gefeit. „Nein“, meinte er, „weil ich ständig Rückenprobleme hatte!“ Plötzlich hast Du eine Vision, eine Eingebung: „Hast Du gesagt: Hatte?“ Er nickt eifrig. Ist dabei ernsthaft. Erzählt uns dann, dass er seit zwei Monaten auf Wasser schläft. Dafür in den nächsten 20 – 30 Minuten Löcher in den Bauch gefragt wurde.


Das Wasserbett und Wir  (Seite 2 von 3)
Nicht früher gehen konnte, bis er uns alle Details erklärt hatte. So erfuhren wir, dass diese Wasser - Hülle nahezu unkaputtbar wäre, das Wasser per Thermostat – regulierter Heizung immer auf ca. 26 – 32 Grad erwärmt, und das Wasser nicht ständig ausgetauscht werden muss.
Er seit seinem Wasserbett ruhig durchschläft und am morgen danach ausgeruht und wirklich ausgeschlafen ist. Man dafür mindestens fünf Jahre Garantie hat. Der Anschaffungspreis? Nun ja, Rechnet man alles zusammen, so kommt man mit einem Lattenrost und einer halbwegs guten Matratze auch nicht gerade billiger. Im Gegenteil: Die Matratze nutzt sich nach wenigen Jahren ab, verliert an Qualität!
Beim Wasserbett geht man von einer Lebensdauer von mindestens 15 Jahren aus...
Ein weiterer Vorteil: Der Körper muss nicht erst Anstrengungen unternehmen, das Bett zu erwärmen, sondern kann sich gleich angenehm entspannen. Auch das Hin und Her – Wälzen in der Nacht gehört meist der Vergangenheit an. Eben weil man ohne Druckstellen entspannt und ruhig schläft.
Eine Sache, die ich mir überhaupt nicht vorstellen konnte.

Ich will Euch nicht lange auf die Folter spannen, aber all diese Punkte sind dann wirklich so eingetreten.

Wenn auch die ersten zwei, drei Nächte doch etwas ungewöhnlich sind, so gewöhnt man sich doch relativ schnell an die neue Schlafunterlage, wir würden nicht mehr tauschen. Auch Argumente, der Rücken würde doch durchhängen, so ist das Gegenteil der Fall: Wasser fließt nämlich immer wieder in die ursprüngliche Form zurück und passt sich dem Körper an, entlastet ihn, was eine Matratze nicht kann.

Im Internet, (wo sonst?) erfuhren wir mehr Details, ließen die Sache aber erst mal auf sich beruhen. Preismäßig lagen diese Wasserbetten zwischen 1200 und 2500 Euro, aber da gab es wahrscheinlich auch verschiedene Qualitäten. Wer noch in alter Währung umrechnet kommt so auf fast 5.000 Mark – schon ein Batzen, denn man wusste ja nie. Zudem: Die Internetadressen waren nahezu alle in
Nürnberg – und was würde dann bei einem Garantiefall sein? Oder nur einer kleinen Sache, die man schnell beheben könnte, wenn überhaupt. Wer die Anfahrtskosten diverser Firmen kennt, wird da schon vorsichtig. Schon ein paar Argumente, gell? Dass wir uns dann nach drei, vier Wochen dennoch entschieden, haben ein in Lauf ansässiges Unternehmen zu besuchen, lag an meiner gequälten Bandscheibe, die immer stärker aufmuckte. Also gingen wir einfach mal hin, nur um uns vorab zu informieren, denn fragen kostet nun mal nichts. Man war freundlich und zuvorkommend, drängte nicht und klärte uns geduldig und ausführlich auf. Das Probeliegen war fremd und seltsam zugleich. Ein sich „im Bett Drehen“ gar nicht so einfach. Wasserbett ist übrigens nicht einfach nur Wasserbett! So kann man zwischen Beruhigungsstufen von 0 bis 10 wählen – je weniger desto mehr schaukelt der Kahn. Um die Sache straffer und härter zu gestalten, werden Beruhigungskerne eingefügt, daher spricht man auch von Beruhigungsgraden.

So bekam die beste Ehefrau von Allen die Beruhigung 4 und mir empfahl man die Stufe 6. Zwischen 8 und 10 sollte man nicht wählen, denn sonst könnte man gleich auf einer normalen Matratze nächtigen. Ein bisschen Schaukeln muss schon sein, es wirkt übrigens sehr entspannend, und Tabletten gegen die Seemannskrankheit braucht man keine zu nehmen.
Einige Zeit später, nach einer wirklich sehr kompetenten Fach – Beratung unterschrieben wir den Kaufvertrag und mussten noch vier Wochen warten, denn die neuen Schlafunterlagen wurden für uns gefertigt.

Dafür genossen wir ohne Aufpreis einen Superservice: Man baute unsere Französischen Betten ab (keine so einfache Sache), und transportierte die Teile in die Garage zum Zwischenlagern. Danach montierte man den Sockel und die Bodenplatte, die für eine optimale Gewichtsverteilung sorgt, und danach die so genannten Wasserdecken Zwei Teller – große Heizungen wurden installiert und gleich aktiviert. Danach folgten die Folien, die zerknittert und zusammengelegt


Das Wasserbett und Wir  (Seite 3 von 3)
an leere Luftmatratzen erinnerten. Tatsächlich blies man diese Hüllen zunächst mit Luft auf, bis sie prall über die Behälter hinausragten. Irgendwie wurde mir dabei Angst und Bange, denn da würde ich des Nachts sofort herauskugeln.

Also ging ich, denn drei Mann und eine Frau im Schlafzimmer waren Einer zuviel. Mein Weiblein war ja nicht neugierig, wollte aber eben alles genau wissen.

Danach wurde die Wasserleitung angeschlossen, und die beiden blauen Säcke mit warmen Wasser gefüllt. Es folgte eine Stunde „Small Talk“, denn so lange dauerte es, bis die beiden Matratzen mit je 300 Liter Wasser gefüllt waren.
Wir bekamen noch mehr Informationen und wertvolle Tipps über Pflege und Handhabung, und so, eben aus dem Leben gegriffen. („Bitte nicht vom Kleiderschrank springen, sonst halten die Dinger fast alles aus.“) („Vielleicht auch nicht gerade scharfe „Dinge“ tragen, und Norman Bates lieber in der Dusche mit dem Messerchen spielen lassen, statt in den Betten...“) War ein lustiger Nachmittag. Nach der Befüllung bekamen die Matratzen noch eine Wasserkur verabreicht: Ein kleines Fläschchen mit einer blauen Flüssigkeit, damit das Wasser nicht doch noch kippen konnte. Ein Konditionierer, der jährlich nachgefüllt werden muss.
Am Schluss wurden die beiden Betten noch entlüftet, denn beim Füllen bilden sich automatisch Luftblasen, und die sollten herausgedrückt und entfernt werden.
Dann wurden wir mit unserer Neuanschaffung alleine gelassen, nachdem man noch Bezüge und Spannbetttuch übergezogen hatte.
Ein Rundum – Service, der uns auch noch nach Jahren zur Verfügung stehen wird, egal ob wir ihn brauchen, oder nicht.

Die erste Nacht war ungewöhnlich, aber nach einer Woche will man die neuen Unterlagen nicht mehr tauschen, da hat unser Nachbar schon Recht gehabt...

Übrigens auch mit dem ruhigen Schlaf, dem Schnarchen und vor allem meinen Bandscheiben.
Die lassen herzlich grüßen, denn mit mir reden sie nicht mehr. Ach so ja: Mit dem „poppen“ hat mein Freund gar nicht so unrecht gehabt: Da stören keine harten Ecken, keine Kanten, und kein fester Untergrund! Nur – wer’s im normalen Bett nicht kann, schafft es auch nicht mit dem Wasserbett...





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