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23.10.2017 - 17:14 Uhr
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Artikel über Lukullus Unterwegs: Kullinarische Streifzüge
Hallöchen!
Mein Name ist Lukullus und ich soll über Lokale berichten. Dabei geht es nicht um billig, gut und viel, sonders um ein gesundes Preis – Leistungs - Verhältnis. Ist nämlich wirklich was gut und Spitze, darf es auch ein bisschen mehr kosten.

Bei meinem ersten kulinarischen Streifzug geht es um ein kleines, fast unbekanntes Gasthaus. Dort schwingt ein Spitzenkoch den Löffel wo man es kaum vermuten kann. Der Tatort liegt im Lorenzer Reichswald neben einer kleinen Kreisstraße die von Leinburg über die Fuchsmühle nach Brunn führt. Von dort aus geht es dann entweder nach Ungelstetten, Feucht oder Schwaig weiter. Genauer gesagt befindet sich das kleine Lokal in der Heiligen Mühle, wo sich einst ein kleines, schnuckeliges Freibad befand. Irgendwann lies die Qualität der Wasserzufuhr nach und der kleine kultivierte Badesee musste geschlossen werden.


Trockengelegt wurde das Gelände ringsherum zum Campingplatz. Ein kleines feines und ruhiges Terrain oberhalb der Mühle, in der die Bauern ringsum ihr Getreide zum Mahlen brachten. Um den Campern moderne Dusch und Waschräume nebst Toiletten anbieten zu können errichtete man ein Haus in dessen Erdgeschoss auch eine kleine Gaststätte für die Freiluftfanatiker entstand. Das Camping-Stüberl. Dort versuchten sich mehrere Pächter, gaben aber bald wieder auf. Große Reichtümer konnte man kaum erwirtschaften. Speziell in der kälteren Jahreszeit lümmelten sich die modernen Nomaden lieber daheim im warmen Wohnzimmer und der Umsatz blieb gleich Null.
Zumindest solange, bis vor ein paar Jahren Heinz Bisco das Camping - Stüberl übernahm. Er war ein angesehener Spitzenkoch, der weit
über die Grenzen Nürnbergs und des Landkreises bekannt war und geschätzt wurde. Ein Koch aus Leidenschaft, ein Verrückter in Puncto Geschmack und Qualität.

Mehr Künstler denn Arbeiter. Kein Typ, der hinter dem Tresen das Bier einschenkt und zehn Stunden und mehr schwitzend in der Küche steht um die Speisekarte stupid rauf und runter zu kochen. Lieber kreativ einen Tag lang den Gästen etwas Besonders zu bieten als sechs mal die Woche nach 08/15 zu kochen. So hat er es die letzten Jahrzehnte immer gehalten:
„Lieber Aktionen mit Power, statt Tristesse auf Dauer.“
So kamen Aktionen zusammen wie: Frischgebratenes Spanferkel mit Kloß’ und Soß’, Salatbuffett, oder ein warmes Büffet mit fränkischen Spezialitäten zum Preis unter 10 Euro – und jeder konnte soviel essen wie er wollte oder schaffte. Aber das größte Raubtier auf Erden ist nun mal der Mensch. Da gab es echt Leute, die sich vier Mal ein Essen holten und dann mit Alufolie arbeiteten um sich noch eine Portion mitzunehmen. Beschämend irgendwie! Verdient ist dabei natürlich auch nichts. Inzwischen hat Heinz (dem man ansieht das es bei ihm sehr gut schmeckt)den goldenen Mittelweg beschritten: Er bietet jetzt verschiedene Gerichte zum Preis von 5 Euro an, und satt wird man davon garantiert. Vor allem es schmeckt! Ich bin seit der Spanferkel - Aktion hin und wieder dort, war noch nie enttäuscht. Auch dann nicht, wenn ich statt dem was ich mir auserkoren hatte, was anderes bekam, weil er eben gerade das im Ofen hatte. Denn das ist beim Heinz schon mal drin, dass er grinsend zum Tisch kommt und fragt was du bestellt hast. Da hat er aber meist schon einen Teller dabei auf dem es verlockend duftet, und dir mit den Worten „des is mer ausganga“ oder „des hab i grod net im Ufen“ den Teller hinstellt und dabei meint „dou isst halt des“. Rustikal eben.


Lukullus Unterwegs: Kullinarische Streifzüge  (Seite 2 von 3)
Rustikal ist auch die Wirtsstube. Fünf große Tische und ein Stammtisch. Ein Nebenzimmer wo ich noch nie war. Alles mit Liebe verziert und dekoriert, mit uralten Bauernwerkzeugen und Nähmaschinen von Anno Dazumal. Gemischtes Publikum. Leute mit denen man gleich schnell ins Gespräch kommt. Aber wer da nicht vorher telefonisch reserviert hat, besitzt schlechte Papiere, meist gar keine.
Im Sommer sieht’s zwar etwas besser aus, weil da die Terrasse offen ist, aber irgendwie ist das Camping - Stüberl immer brechend voll. Was eigentlich nichts anderes heißt als: Superqualität zum Taschengeld-Preis.
Seine Aktionen findet man meist Samstags in der Tagespresse. aber Obacht: Die kleine Anzeige übersieht man leicht. Wenn dann gilt nur das eine: Sofort reservieren! Kenner der hohen Kochkunst wissen es, denn wer hört schon gerne den Satz „Doud mer leid, mir sinn full“.

Nicht dass da Jemand denkt, der Heinz Bisco würde ansonsten eine ruhige Kugel schieben:
Er gönnt sich zwar Montag bis Mittwoch einen Ruhetag, aber da ist er auch in Punkto Einkauf unterwegs, denn geplant werden muss schließlich auch. Ab Donnerstag ist er wieder da, öffnet gegen 17 Uhr und hat mindestens an die sechs Gerichte auf seiner Speisekarte. Apropos Donnerstag: Geheimtipp ist das Schaschlik mit 30 cm cm Länge – ein Riesending und der Geschmack ebenso, mit Pommes Fritz (durch und knusprig) für nur 5 Euro!!!


Dass dem Heinz seine Preisgestaltung so manchen Wirten gar nicht in den Kram passt, sind sie es doch die, die immer jammern, dass die Zutaten wie Fleisch und Gemüse immer teurer werden, und sie ansonsten am Hungertuch nagen. Komisch – es geht scheinbar doch! Leider habe ich da noch über kleine Gemeinheiten zu berichten, die mitunter als Gerüchte durch die Luft schwirren.
So behaupten gar böse Zungen, dass im Camping – Stüberl nur „sehr einfache Leute“ verkehren würden, oder gar, dass die Küche nicht sehr sauber wäre. Was natürlich alles Quatsch ist. Was Neid so alles auslöst... Allerdings muss man dazu sagen, das der Wirt des „Camping – Stüberls“ nicht unbedingt reich dabei wird, aber er ist nun Mal Wirt mit Leib und Seele!


Lukullus Unterwegs: Kullinarische Streifzüge  (Seite 3 von 3)
Sein Motto ist es, den Gästen auch einmal was bieten zu können, wo er eben draufzahlen muss, aber was solls? Hauptsache sie fühlen sich dabei wohl... Dass sich die Gäste wohl fühlen sieht und spürt man. Und eddserdela mou i nu a bissla Reklame für meine Chefs machen: Im Ällmächd -Portal findet ihr künftig auch die Aktionstermine vom Heinz Bisco und seinem Camping-Stüberl im Veranstaltungskalender. Vielleicht macht er a goar a klaahne Werbung dann find mers nu leichder!




Fazit:
Wer Gut und Preiswert essen will, für den ist das Camping-Stüberl die erste Adresse. Ohne zu flunkern, es stimmen Qualität, Geschmack und Preis. Die Bedienung ist freundlich und zuvorkommend, das Ambiente rustikal, mehr freundschaftlich. Standesunterschiede sind egal, hier geht es um Genuss und Atmosphäre. Ob Maurer, Adliger oder Firmenchef – hier ist man Mensch, hier kann man sein. Wer sich hier nicht wohl fühlt, dem ist nicht mehr zu helfen...


aus





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