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18.08.2017 - 08:51 Uhr
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Artikel über Abenteuer Wüste
Manch Einer mag mit dem Kopf schütteln, wenn er von Wüsten - Touristen hört. "Denen geschieht es doch recht, wenn sie von Terroristen entführt werden! Und dafür sollen wir Bürger auch noch zahlen? Zur Kasse würde die bitten!!!" Gut, was ist damals in Ägypten passiert? Oder in Tunesien? Oder auf Bali? Was wäre, in einen terroristischen Anschlag in Spanien zu geraten, oder Frankreich, Italien, Türkei? Oder gar in Deutschland selbst? Wo überhaupt ist man denn noch sicher ???
Der Kampf ist aussichtslos: Kilometer für Kilometer frisst sich die Sahara immer weiter durchs Land! Alle Jahre dehnt sie sich, in der Größenordnung der Schweiz, immer weiter aus. Die Wüste ist ein gnadenloser Landstrich. Zum Sand kommen Hitze, Trockenheit, Trostlosigkeit, Leere. Jedes Jahr lässt sie Oasen, Dörfer und Städte ganz einfach von der Landkarte verschwinden. Ein Schwund, der schon damit enorm ist, da die gesamte Erde – und davon die Landmasse, zu 30 Prozent von Wüsten bedeckt sind. Egal ob Afrika, Asien, Australien oder Amerika – Wüsten findet man überall.

Entgegen der allgemeinen Meinung bestehen die Wüsten dieser Welt aber nur zu 20 Prozent aus Sand. Den Rest bilden Schotter, Kies und hohe Gebirgsmassive - zum Teil noch lebensfeindlicher, als die aus Sand. Trockene Mondlandschaften, die durch ihren Wassermangel fast keimfrei sind. Selbst Bakterien können hier nicht überleben. Die größte Wüste der Welt ist mit 8.7 Millionen Quadratkilometer die Sahara in Nordafrika, die vor knapp zehntausend Jahren gar keine Wüste war, sondern eine blühende Landschaft mit regelmäßigem Niederschlag.
Eine kleine, minimale Unebenheit, und schon änderte sich der Äquator, womit die lebenswichtigen Regengüsse ausblieben und das Land austrockneten.

In der Sahara (wie auch in anderen Wüsten) gibt es trotz der widrigen Umstände, Wunder über Wunder, rätselhafte Dinge zu bestaunen, die man kaum erwartet. Daher findet man immer mehr zivilisationsmüde Touristen, die wochenlange Trips in die Wüste unternehmen. Ist es die Herausforderung neue Eindrücke in sich aufzunehmen, sich selbst zu finden, zu lernen, sich in der Einsamkeit zurechtzufinden, oder einfach nur die Neugier Fremdes und zum Teil Unerforschtes in der Wüste zu erleben? Der berühmte Schriftsteller und Archäologe Thomas Edward, besser bekannt unter seinem Spitznamen und gleichzeitig auch Romanhelden Lawrence von Arabien, den es immer wieder in die Einsamkeit der Wüste zog, beantwortete die Frage was denn in der Wüste so interessant sei damit: „Sie ist rein!“ In der heutigen Zeit, wo der Wüsten - Tourismus mehr und mehr „in" ist, sagen über 80 Prozent aller Besucher, dass sie erneut zurückkehren werden, denn sie können die Wüste nie mehr missen... Es ist auch keineswegs so, dass sich da Dutzende von Wagen hunderte von Kilometern durch die Wüste plagen.


Abenteuer Wüste  (Seite 2 von 5)
Dem Öl sei Dank durchziehen schnurgerade Asphaltstraßen die wichtigsten Teile der endlos scheinenden Einöde. In Gruppen von zwei, maximal drei Jeeps mit Proviant und Zubehör welche diese Straßen hinter sich lassen um etwa 30 – 50 Kilometer in die Unendlichkeit zu fahren, je nachdem, wo man noch Sehenswürdigkeiten findet. Streichen wir mal die dick - schwabbeligen Touristen, die Spätabends besoffen - lallend durch die Gegend torkeln. In der Wüste ist Gemeinsinn gefragt, nein, Bedingung. Kein „da mache ich nicht mit". Hier muss und kann sich jeder auf die Mitreisenden verlassen können. Abenteuer und grandiose Erlebnisse sind der Lohn. Natürlich gibt es Schlaulinge, die versuchen, die Wüste auf eigene Faust zu erkunden, leider. Man hat ja einen Van mit Allradantrieb, was also kann passieren? Die Antwort: Viel! Bei jeder Expedition sollte ein erfahrener Führer zugegen sein, denn vor Überraschungen ist man nie gefeit. Nur ein Beispiel: Da wo vor noch einer Woche ein breiter fester Weg durch den Sand führte, ist jetzt gefährlicher Treibsand entstanden, der, wie ein Moor, alles in sich verschwinden lässt. Auch der gefürchtete heiße Wüstenwind, der Scirocco ist urplötzlich da und löst einen Sandsturm aus, an dessen Ende Orientierungslosigkeit herrscht. Ein Führer dagegen sieht solche Veränderungen meist auf einen Blick… Auch wenn wir auf und mit Sand bauen – wirklich richtig erforscht wurde er nie, zumindest konnte man nur in Bruchstücken Antwort auf viele Fragen haben. Vorwiegend besteht er aus zerriebenem Quarzgestein, aber über Ausdehnung und Volumen, Feuchtigkeitsgehalt oder anderen Details wissen wir immer noch zu wenig.

Mit Pauken und Trompeten – Live Musik in der Sahara

Ein ereignisreicher Tag ist zu Ende. Man
grillt saftige Steaks, sitzt am Feuer und lässt ein paar Flaschen Wein kreisen. Das Feuer wärmt, denn der Temperaturunterschied in der Wüste ist enorm: Von tagsüber 60 – 75 Grad plus fällt die Quecksilbersäule nach Sonnenuntergang rasant ab, bewegt sich nahe dem Gefrierpunkt und nicht selten weit darunter. Danach geht es ab in die Zelte in die Schlafsäcke.
Dann liegt man da, lässt den Tag noch einmal Revue passieren und lauscht in die scheinbare tote Wüste hinein, die jetzt jedoch mit Geräuschen und Knacksen aufwartet. Es ist die Zeit der Wüstentiere, die jetzt im Schutz der Dunkelheit unbelastet von hohen Temperaturen aufeinander Jagd machen. Doch da liegt noch mehr in der Luft: Seltsame Musik, mal schrill, mal harmonisch. Man hört Trompeten, Orgel, Trommeln oder aber auch lautes Knallen wie von Kanonen, Donnern, oder das schrille Singen startender Flugzeuge. Sinnestäuschungen? Nein! Die Nomaden glaubten zwar früher an Geister, aber die Antwort ist kompliziert einfacher: Es ist der Sand und das feine Geröll, welches der Wind auftürmt. Erreicht so eine „Wanderdüne einen Winkel von 34 Grad und mehr, produzieren Sand und Gestein seismische Wellen, wenn sie sich aneinander reiben. Dabei entstehen eben diese merkwürdigen Töne und Laute. Wäre jetzt Vollmond, so könnte man ein reiches Tierleben beobachten, welches in der Nacht aktiv wird. Insekten, Wüstenmäuse oder Ratten, jede Menge an verschiedenartigen Käfern, Schlangen und dergleichen. Es kreucht und fleucht. Jeder sucht nach Beute, hat Hunger und Durst oder Beides… Kühl genug ist es ja jetzt. Allerdings gibt es auch Tiere, die nur in praller Sonne überleben können: Bestimmte Schlangenarten, die bei Kälte


Abenteuer Wüste  (Seite 3 von 5)
kaum kriechen können, da ihr Blut zu dickflüssig wird. Nur bei Sonne sind sie beweglich und wie! Um nicht über den heißen Sand kriechen zu müssen, haben sie eine Art der Fort - bewegung entwickelt, die dafür sorgt, dass ihre Haut nur ganz kurz mit dem Sand (der etwa 54 Grad warm ist) in Berührung kommt. So ziehen sie den Körper (der ja eigentlich nur ein einziger Muskel ist) ruckartig zusammen, dass sie aussehen wie eine Springfeder. Im Zick – Zack lassen sie die Muskulatur los, und krümmen sie erneut zusammen. Statt zu kriechen schlängeln sie sich seitwärts über den Untergrund – eben wie eine losgelassene Springfeder. Ob der Automobilhersteller „Citroen“ bestimmte Eigenschaften von ihnen abgeguckt hat, wissen wir nicht. Tatsache aber ist es, dass die Wüstenameisen über eine Pneumo – Automatik verfügen! So können sie ihre sechs Beine auf eine Höhe von etwa 4 Millimeter ausfahren. Wie auf Stelzen zahnt dann diese Ameise durch den Sand und kommt mit dem empfindlichen Körper nur selten mit dem heißen Sand in Berührung. Weil Nachts mehrere Todfeinde von ihr aktiv sind, hat es die Natur so eingerichtet, dass sie eben zu ihrem eigenen Schutz gezwungen ist, tagsüber zu jagen. Allerdings einen Haken hat die Sache: Steigt die Temperatur nur geringfügig an, stirbt sie unweigerlich den Hitzetod. Das Problem in dieser Stille jedoch heißt: Wasser und Flüssigkeit eben. Ohne geht nun Mal nichts. Clever hat Mutter Natur dafür die schwarzen Käfer ohne Namen konstruiert, die Krabbler sind mit einem kleinen Wasserwerk auf der Innenseite ihres Panzers ausgestattet. Wenn’ s auch nicht leicht ist, als „Man in Black“ herumzurennen (nicht umsonst streichen Südländer ihre Behausung mit weißer und blauer Farbe, denn die reflektieren weitgehend die Sonne) denn schwarz zieht die Sonne und die Hitze regelrecht an. Eine Tortur für Karli Käfer (wer jemals ein schwarzes Auto im Sommer gefahren hat, kann hier mitreden). Aber am kühlen Abend machen die Damen und Herren einen Handstand und trinken den kondensierten Nebel der sich dann bildet. Na dann Prost! Natürlich gibt es aus der Tierwelt noch viel mehr zu berichten, aber es würde Bände füllen. Dafür wollen wir ganz kurz über eine Pflanze berichten, die vorwiegend in der Namib -Wüste zu finden ist. Dort in dieser Wüste in Namibia regnet es noch weniger als in der Sahara. Hier ist die Heimat der „Wetwitschi. einer geheimnisvollen Pflanze! Ihr Wurzelsystem reicht fast fünf Meter in die Tiefe.
Wenn es tagsüber heiß ist, reflektieren ihre zwei Meter langen, lederartigen Blätter das Sonnenlicht. Wenn Nachts die Hitze weicht und die Kühle kommt, entsteht auf den Blättern ein kleiner Nebelfilm, den die Pflanze dann trinkt. Die Wetwitschi gibt es seit fünf Millionen Jahren. Einzelne Exemplare werden fast Zweitausend Jahre alt. Wie alt der Samen ist, der da noch im Boden der Wüsten schlummert? Wahrscheinlich auch mehrere Tausend Jahre! Es genügt ein kleiner, mittlerer Niederschlag – und diese karge, lebensfeindliche Natur blüht binnen kürzester Zeit zu einem Garten Eden auf. Dann erstrecken sich leuchtende Blumenblüten so weit das Auge reicht. Doch dieses Schauspiel ist von nur kurzer Dauer. Steigen die Temperaturen an, verwelken diese Blumen und verschwinden wieder. Bis zum nächsten seltenen Regenerguss… Könnt ihr euch noch an die 80-er Jahre erinnern? Da war auch eine Pflanze im „Umlauf“, die man Jesuskrone oder „Wüstenblume“ nannte. Eine knochentrockene Angelegenheit, die aber, im Wasser für einen Tag blühte und dabei absolut prächtig aussah. Danach fiel sie jedoch wieder zusammen und musste wieder trocken aufbewahrt werden. Sie blühte, so viel ich weiß nur ein Jahr.

Ein Krokodil, ein Krokodil!

In Südost-Mauretanien, umgeben von der Sahara, liegen die Senken von Ennedi - steile Schluchten mit kühlen


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Temperaturen, deren Lehm Süßwasser bindet. Dort leben die letzten Exemplare der Wüstenkrokodile! Sie blieben als sich der Garten Eden Nordafrikas in eine Wüste verwan delte. Im Gegensatz zu ihren Artgenossen, den Nilkrokodilen, wurden sie von sechs Meter Länge von Natur und Umwelt auf zwei Meter zurecht gestutzt. Das 9 Grad kältere Wasser in den Senken trägt genauso Schuld daran, wie die Tatsache, dass es sehr wenig zu beißen gibt. Das Leben ist schon hart, für diese, neben dem Hai letzten überlebenden Saurier: ganze 60 Stück sind nur noch übrig geblieben! Aber nachdem man auch einige Krokodilkinder gefunden hat, besteht die Hoffnung, dass auch diese Echsen überleben können…

Wüstenkino

Wir kennen den Begriff aus Abenteuerfilmen: Ein Halbverdursteter schleppt sich durch den heißen Sand, reibt sich plötzlich verwundert die verklebten Augen - da, keinen Kilometer entfernt von ihm hat er eine Oase entdeckt. Wippende Dattelpalmen, Kamele, Menschen. Er kann das frische Wasser fast riechen. Der Anblick mobilisiert seine letzten Kräfte. Nur noch eine knappe Stunde und er wird den quälenden Durst und seinen Hunger stillen, im samtweichen Wasser planschen. Doch als er näher kommt löst sich die Oase auf, platzt sein Traum wie eine Seifenblase. Ist er einer Sinnestäuschung auf den Leim gegangen? Mitnichten! Schuld trägt die Brechung von Strahlen, Gegenstände am Horizont, Bäume oder Wasser reflektieren das Sonnenlicht - treffen sie nun auf eine dickere Schicht heißerer Luft, werden sie gebrochen und geben wie ein Spiegel die „Fotoaufnahmen" wieder. Diese Luftspiegelung nennt man Fata Morgana. Früher glaubte man an Hexerei, und benannte das Phänomen nach der Stiefschwester des Sagenkönigs Artur (auch Artus), die angeblich in einem Palast tief im Meer vor Sizilien
herrschte: die Fee Morgana. Manchmal, so sagt man, würden sich Hunderte von Spiegelgestalten über dem Wasser zeigen. Was keine so abwegige Theorie ist! So glaubt der amerikanische Forscher Alison Fräser, dass beim Auszug der Juden aus Ägypten die Flucht durch die aufgetürmten Wellen des Roten Meeres nichts anderes als eine Fata Morgana war, deren Sinnestäuschung, die verfolgenden Ägypter narrte.

Die Hoffnung auf einen neuen Garten Eden

Bei aller Gefräßigkeit der Wüsten, die immer mehr Land fressen, existiert doch ein Hoffnungsfunke: so ist es nach dem heutigen Stand des Wissens durchaus möglich, Teile der Wüsten, oder gar der gesamten Wüsten, wieder in blühende Gärten zurück zu verwandeln. Diese vorerst
theoretische Möglichkeit resultiert nicht aus utopischen Gedanken manch betuchter Erdölfördernder Staaten, die gar riesige Eisberge in die Wüste transportieren wollten. Das so sehr benötigte Lebenselixier Wasser ist nämlich schon da: So existiert zum Beispiel im „Bahr Bei Me", dem Meer ohne Wasser, wie die Araber die Sahara nennen, in bis zu fünf Kilometer


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Tiefe ein gewaltiger Süßwassersee. Er enthält mehr als 150.000 Kubikkilometer Wasser, (entspricht etwa einer Fläche von 20.000 Quadratkilometern). Sein Volumen könnte, um nur in etwa eine Vorstellung von diesen Wassermassen zu geben, ganz Deutschland um 600 Meter Höhe überfluten. Der Grund? So besteht die Sahara, geologisch gese - hen, aus elf riesigen Becken, in denen sich im Verlauf von Jahrmillionen gigantische Süßwassermengen gebildet haben. Ägypten und Lybien nutzen bereits in bescheidenem Umfang jenes Reservoir zur Bewässerung. Könnte man jenes flüssige Gold an die Oberfläche bringen, wäre der Traum von einem fruchtbaren Garten Eden, der jetzt noch Sahara heißt, Realität... Nicht nur ein Segen für das hungernde Afrika, sondern ein Gewinn für den gesamten Planeten, denn hier würde quasi die Kornkammer der Erde entstehen. Noch gibt es Wissenschaftler, die davor warnen, dass bei der Entnahme größerer Mengen, die unterirdischen Seen verdunsten würden, aber mehrere Studien (unter anderem von der renommierten Universität Berlin) sagen das Gegenteil aus: An den Hängen der Gebirge im Süden der Wüste würden sich die Wolken des dann verdunstenden Wassers komplett ausregnen und das „Meer Savorins" (benannt nach dem französischen Hydrologen Justin Savorin, der dieses Meer vor 80 Jahren entdeckt hatte) wieder regelmäßig auffüllen. „Aktion Garten Eden" ist keine Utopie, wenn auch nur mit doch ziemlichen Kosten realisierbar. Ein Gemeinschaftsprojekt der reichen Industrienationen wäre mehr als sinnvoll. Schließlich hat man eine gewisse Bringschuld, die mit einer Wiedergutmachung verbunden ist. Gerade diese europäischen Länder waren es, die mit Kolonismus und Ausbeutung den schwarzen Kontinent in Hunger und Armut trieben! Was für die Sahara gilt, ist bei fast allen größeren Wüsten in rätselhaften Tiefen ebenso vorhanden und braucht nur aktiviert zu werden. Rund ein Drittel dieses blauen Planeten ist von Wüsten bedeckt. Ihr Verschwinden würde Nahrung und Lebensraum schaffen, und ganz nebenbei durch neue „grüne Lungen" die Atmosphäre in positivem Sinn verändern... Der Preis dafür: Viele Wunder, von deren Existenz wir gar nicht alles wissen, würden für immer verschwinden. Mit ihnen auch die tausendjährige Tradition der Nomaden, der Wüstensöhne. Naturmenschen, die in der Wüste lesen können wie in einem Buch und ihre Nächte unter den funkelnden Sternen in Zelten aus Ziegenleder verbringen. Aber diese Beduinen mit ihrer bronze - farbenen Haut haben sich durch den Bau von mehreren 1.000 Kilometer Asphaltstraßen, die sich wie ein Netz durch die Wüste ziehen, ohnehin dezi - miert: Viele von ihnen leben bereits in Steinhäusern mit TV und Computern. So werden auch sie verschwinden, diese Indianer der Wüste, genauso wie ihre Artgenossen einst in Amerika. Um es mit den Worten von Lawrence von Arabien zu sagen: Dann wird es kaum noch Orte geben, die „rein" sind. Noch ein Zitat, diesmal von der Gruppe „Geier - Sturzflug" die da zynisch (aber voraussehend) sangen: „Besuchen sie Europa, solange es noch steht", kann man ummünzen in: „Besuchen sie die Wüste - solange sie noch lebt"... Wir sehen uns - vielleicht demnächst in der Wüste!


John Harald Singerer
Quellen: P.M. 11/2001 - Walt Disney: .Die Wüste lebt" - BBC / WDR : „Wildes Afrika"




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